König des Friedens

Bild: Bianka Leonhardt pfarrbriefservice.de

Das Christkönigsfest rundet das Kirchenjahr ab.

Wer vom Dürener Marktplatz Richtung Annakirche läuft, schaut unmittelbar auf das Bild des Weltenherrschers Christus. Er sitzt thronend, die Rückenlehne des Throns ist ein Kreuz. Und entlang der großen Wand Richtung Innenstadt sind verschiedene Darstellungen eingebaut, wie Menschen sich seiner Herrschaft unterwerfen oder auch nicht. Was “Matthäi am Letzten” im Evangelium zum Christkönigsfest (Mt 25, 31-46) zum Ausdruck bringt, trifft den augenblicklichen Zustand der Welt, wenn wir an die Klimakatastrophe oder die Kriege im “heiligen Land” oder in der Ukraine, an die Hungersnöte so vieler Menschen denken. In dieser Beschreibung Jesu, wie er als Weltenherrscher wie ein König als Hirte die Böcke von den Lämmern trennt, ruft er uns aber auch die Ermutigung zu, uns nicht vom Gefühl “Matthäi am Letzten” bestimmen zu lassen, sondern wie der heilige Martin oder die heilige Elisabeth uns mit unserem ganzen Leben auszurichten auf diesen Weltenherrscher, den König des Friedens, der Gerechtigkeit, der Liebe, des Erbarmens. Die Darstellungen an der Nordwand der Annakirche fragen, ob wir uns von diesem König “beherrschen” lassen in unserem ganzen Denken, Sprechen und Tun. Es sind betende Menschen dargestellt, ein Liebespaar, die Schöpfung Achtende, Menschen, die sich um Kinder kümmern usw. Es sind aber auch jene dargestellt, die halsstarrig nur um sich selbst kreisen, die gefräßig alles bis zum Übergeben in sich reinstopfen, die verfangen sind in der Schlinge des Teufels.

Möge der König des Friedens unsere Herzen und das Denken und Handeln aller in der Welt Verantwortlichen mit seinem Geist erfüllen.

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Evangelium nach Markus 9, 2-10
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