Eine Welt

Zahlreiche Gruppen und Initiativen der Pfarre St. Lukas engagieren sich in weltkirchlichen Projekten. Sie freuen sich sehr über Ihre praktische oder finanzielle Unterstützung. Derzeit gibt es folgende Projekte.

Fairer Handel in Kooperation mit dem Eine-Welt-Laden Düren

Partnergemeinde von St. Marien in Tansania

Sonderschule für geistig behinderte Kinder in Kerala (Indien)

Partnerprojekte der KAB St. Antonius in Cabo Verde (Portugal) und auf Madagaskar

Medizinbotanischer Wald im Senegal

Kinderheim Poconas in Sucre, Bolivien

Aktuelle Informationen zum Partnerschaftsprojekt finden Sie im Magazin
„Poconas aktuell“ .

Das Magazin erscheint dreimal pro Jahr und berichtet  über das Partnerschaftsprojekt Kinderheim Poconas und die Arbeit der Trierer Josefsschwestern an den anderen Standorten in Bolivien.

In den im Archiv gespeicherten Ausgaben finden Sie über die Funktion „Suche“ weitere interessante Infos.

Die Entstehungsgeschichte des Kinderheimes in der bolivianischen Stadt Sucre und wie es zur Partnerschaft mit der Gemeinde St. Anna in Düren kam, können Sie in diesem Dokument nachlesen.

Unterstützen Sie das Kinderheim Poconas über das folgende Spendenkonto:
Pfarre St. Lukas
IBAN: DE20 3955 0110 0000 6133 72

Stichwort: Poconas
Bei Angabe ihrer Anschrift erhalten Sie eine Spendenquittung.

Ansprechpartner für die Projektarbeit sind:
Rudolf Meurer, Uli Flatten, Thomas Lersch und Thomas Graßmann

Ein Leben für die Kinder in Poconas – Ordensjubiläum von Sr. Rita

von R. Meurer

Schwester Rita, die Leiterin des Kinderheims Poconas in Bolivien, feiert am 25. März 2022 ihr 60-jähriges Ordensjubiläum. Seit mehr als 50 Jahren arbeitet Sie im Kinderheim und setzt sich dort für die Belange der Kinder ein. Als Partnerschaftsgemeinde St. Anna gratulieren wir herzlich zu diesem Ehrentag und wünschen Ihr für die Zukunft Gesundheit und Kraft um die kommenden Aufgaben zu bewältigen.

Der Festgottesdienst zum Ordensjubiläum wird über Facebook unter Hermanas de San Jose de Treveris am 25.03.2022 um 10.30 Uhr Ortszeit (15.30 bei uns) übertragen.

Medizinbotanischer Wald in Affiniam (Senegal)

Die Gemeinde St. Josef hat im Sommer 2016 entschieden, in Afrika mit dem Projekt gureng gaha ubun aktiv zu werden. Dabei soll im Süden Senegals ein medizinbotanischer Garten aufgebaut werden, durch den der Bevölkerung vor Ort schnell und preiswert eine bewährte naturmedizinische Versorgung zur Verfügung gestellt wird. Ansprechpartner vor Ort sind die Eheleute Tangemann, die 20 Jahre lang mit ihren Kindern in der Pfarre und Gemeinde St. Josef gelebt haben.

Lage
Das Dorf Affiniam befindet sich in der Casamance, in der Südprovinz von Senegal, zwischen den Nachbarstaaten Gambia und Guinea-Bissau. Die Casamance kennt ein tropisches Klima mit einer etwa viermonatigen Regen- und achtmonatigen Trockenzeit. Das wichtigste landwirtschaftliche Produkt ist der Reis; aber auch zahlreiche Frucht- und Gemüsesorten gehören zu den landwirtschaftlichen Arbeitsfeldern.

Projektphasen
Der Medizinbotanische Garten Affiniam wird zu Beginn vier Hektar umfassen. Auf dem Terrain befinden sich bereits heute zahlreiche medizinbotanische Pflanzen. Weitere Gewächse sollen dem Biotop entsprechend angesiedelt werden. Der botanische Garten wird vor allem von den Dorfärzten betreut und dient in erster Linie der medizinischen Versorgung vor Ort. Zu Beginn muss das Gelände zum Schutz gegen Wild, Weidevieh und unbefugtes Betreten eingezäunt werden. Danach wird ein Empfangsbereich errichtet, wo Besucher aufgenommen werden können. Zu einem späteren Zeitpunkt soll eine kleine Klinik entstehen, wie sie früher in Affiniam unter der Leitung des Vaters von Frau Tangemann, J. B. F. Badji, erfolgreich existierte. In allen Projektphasen wird eine Verknüpfung von traditionellen (Lehm, Holz, lokale Pflanzen) und modernen (Solarstrom für Pumpen, Licht usw.) Arbeitsweisen und Materialien angestrebt.

Hintergrund
Das Dorf Affiniam liegt auf einer Halbinsel zwischen Wald und Fluss. In dieser Lage war das Dorf immer auf Selbstversorgung und Selbsthilfe angewiesen. So lag auch die medizinische Versorgung in den Händen der Dorfärzte. Patienten wurden ambulant und im Notfall auch stationär in der kleinen Klinik „Egunor“ („Unter diesem Schutz werde ich gesund“) versorgt. Durch Jahrzehnte der Landflucht und durch immer wieder aufflammende militärische Auseinandersetzungen und Banditentum bedingt, geriet die Selbstversorgung jedoch in Bedrängnis. Auch die viele Jahre andauernde Trockenheit ab 1968 verschlechterte die Lage. Sie kann auch durch die Sanitätsstation unter der Leitung von Nonnen nicht kompensiert werden, weil es oft an Medikamenten mangelt. Kranke müssen dann mit einem Boot (der 25 km lange Landweg ist recht holprig) in die  Provinzhauptstadt Ziguinchor gefahren werden, wo die medizinische Versorgung teilweise nur rudimentär gewährleistet werden kann.

Ziele der ersten Projektphase

  • Verbesserung der preiswerten ambulanten medizinischen Versorgung vor Ort auf der Basis einheimischer Pflanzen durch die Dorfärzte, die den Dialekt des Dorfes sprechen.
  • Schutz bedrohter medizinischer Pflanzen
  • Anpflanzung weiterer heimischer Medizinpflanzen (in Kooperation mit anderen Dörfern)
  • Verbesserung der Kooperation der Dorfärzte auch über die Dorfgrenzen hinaus
  • Kooperation mit der Sanitätsstation der „Sœurs de la Présentation de Marie“
  • Kooperation mit den örtlichen Schulen „École publique“ und „Christian Pithon“
  • Verbindung mit dem integrierten und verantwortlichen Tourismus



Ziele der zweiten Projektphase

  • Kooperation mit anderen botanischen Gärten und Arboreta (Sammlung von Bäumen in einem Park)
  • Kooperation mit den Universitäten Ziguinchor und Dakar in Senegal
  • Internationale Kooperation mit Universitäten
  • Kooperation mit Nicht-Regierungs-Organisationen
  • Führung von Touristen durch den Medizinbotanischen Garten, Restaurant mit Gerichten und Getränken auf der Basis einheimischer Pflanzen, Kontakt zu Dorfärzten


Rahmen
Während der Projektphasen wird das Projekt von der „Association Casa Cœur d’Ange“ (ACCA, Engelsherzen für die Casamance, nach Ezechiel 11,19) in enger Kooperation mit den „Chefs de quartier“ sowie den Dorfärzten betreut. ACCA hat sich außerdem zum Ziel gesetzt, Ökofestivals in Affiniam mit der Entwicklung des botanischen Gartens zu verbinden. Auf diese Weise sollen Natur und Kultur in einem Atemzug genannt werden, wie das in der Tradition der Ethnien der Casamance immer der Fall gewesen ist. Speziell der jungen Generation können mit der Verknüpfung von Tradition und Fortschritt neue Horizonte eröffnet werden. Gina d’Affiniam, die Tochter des Ehepaars Tangemann, hat diese Perspektive in einem Video dargestellt. Viele weitere Details finden sich auf der Website der Organisation sowie in dem Buch Die Frucht der Parkia von Hans Georg Tangemann, das gegen eine Spende erworben werden kann.

Weitere Perspektive
In der dritten Projektphase soll die Tradition der Dorfklinik mit Naturmedizin wieder aufgenommen werden. Fernperspektive ist das Konzept des „ökologischen Dorfes“, wie es in der mehrhundertjährigen Vergangenheit der Ethnien der Casamance existierte und in neuerer Zeit z.B. in Greensburg (USA) in moderner Form neu initiiert wird.

Kosten
Die Kosten für die beiden ersten Phasen werden zu je 10.000 € veranschlagt, die dritte Phase zu 25.000 €. Hinzu kommen Eigenleistungen des Dorfes wie die kostenlose Bereitstellung von Allmendegut und unvergütete Arbeitsleistungen. An Nebenkosten für den Ankauf von Pflanzen, Transport, Behörden, Kommunikation usw. werden rund 5.000 € anfallen.

Spendenkonto
Spenden für das Medizinbotanische Projekt in Senegal überweisen Sie bitte auf eines der folgenden Konten:

Pfarre St. Lukas
Sparkasse Düren
IBAN: DE20 3955 0110 0000 6133 72
BIC: SDUEDE33XXX
Stichwort: Senegal

oder

Förderverein St. Josef Düren e. V. 
IBAN: DE 67 3955 0110 1200 3977 66
Stichwort: Senegal