Haben wir nicht alle denselben Vater?

Bild: KRIEG Peter Weidemann pfarrbriefservice.de

Und ist das nicht Anstoß genug, geschwisterlich in Frieden zusammen zu leben? So können wir weiter fragen. In der Sonntagslesung stellt Maleachi (Mal 1,14 -2,10) die deutliche Frage, was aus der ursprünglichen Liebesbeziehung zwischen Gott und den Menschen geworden ist. Und auch Jesus hinterfragt die Strukturen, unter welchen sich manche gerne mit Titeln wie “Lehrer”, “Rabbi”, “Vater” ansprechen lassen mit der klaren Anweisung: “Ihr sollt niemanden auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel!” (Mt 23, 1-12) Er stellt die herrschenden Machtgefüge auf den Kopf mit der Aussage: “Der Größte von euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.” In unserer Kirche wird zurzeit öffentlich, wohin Macht-Strukturen führen, die einzelnen Menschen eine Aura verleihen, die zum Missbrauch verführt. Und in der Politik ist es an vielen Orten nicht anders; und das führt zu Unterdrückung, Gewalt, zu Krieg. Maria preist im Magnificat ihren Gott, der Mächtige vom Thron stürzt und Niedrige erhöht. Sie glaubt an eine andere Welt, die auf Gerechtigkeit und Frieden ausgerichtet ist. Christen, Juden, Muslime: Haben wir nicht alle denselben Vater? Möge sich der Hass im “heiligen” Land verwandeln in den Blick auf die anderen als Kinder des einen Vaters, als Schwestern und Brüder.

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