Gründonnerstag

Foto: Yohannes Vianey Lein pfarrbriefservice.de

Wir kennen auch in unserer Gegend das Wort „grinen“ für „weinen“. Der Name „Gründonnerstag“ kommt vom mittelhochdeutschen „greinen“ = Weinen. Er gibt die Stimmung wieder, die das Ende dieses Tages ausmacht, wenn nach dem letzten Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern allen nach Weinen zumute ist, weil Jesus seinen engsten Freunden den unvermeidlichen Tod angekündigt hat. Am Abend vor seinem Tod versammelt er sich noch einmal mit den 12 Aposteln, um das Pascha-Mahl zu feiern. Gemäß jüdischer Tradition werden zur Erinnerung an den Aufbruch aus Ägypten Brot und Wein geteilt sowie Bitterkräuter gegessen in Erinnerung an die bittere Zeit der Gefangenschaft, diese werden in Salzwasser getunkt in Erinnerung an die Tränen, die vergossen wurden; außerdem wird ein Humus verspeist, der in seiner Farbe an den Lehm und die Ziegel erinnert, die das Volk in Ägypten in harter Fronarbeit herstellen musste; Lammfleisch wird gegessen in Erinnerung an das Blut des Lammes, mit welchem die Türpfosten bestrichen wurden als Zeichen, dass diese Häuser zu schonen sind bei den Plagen, die über die Ägypter hereinbrechen.

Jesus deutet Brot und Wein vom Paschamahl auf sich selbst als Zeichen seiner Hingabe, als bleibende Zeichen seiner Gegenwart, wenn Menschen nach seinem Tod zu seinem Gedächtnis dieses Mahl feiern. Brot und Wein sollen Zeichen seiner bleibenden Liebe sein. Was bei jedem Abendmahl, bei jeder heiligen Messe gefeiert wird, soll Zeichen sein für das, was die gläubigen Christen auch vor der Kirchtüre leben wollen: die Liebe.

Verstärkend hat Jesus beim letzten Abendmahl für diese Liebe ein ausdrucksstarkes Zeichen gesetzt. Denn er selbst hat seinen Jüngern die Füße gewaschen. Er macht sich klein, macht sich zum Diener, durchbricht so alle gewohnten Vorstellungen, um dienende Liebe als Richtschnur für alles zu setzen. Wie wunderbar wäre es, wenn diese Haltung auch maßgebend in unserem Leben, im Leben der Kirche, im Leben der Politik, der ganzen Welt wäre.

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