AUF-ER-STEHUNG

Bild: lehollaender pfarrbriefservice.de

„Der Stein ist schon weggewälzt.“ Das bemerken die Frauen erleichtert, die frühmorgens zum Grab gehen. So berichtet es der Evangelium Markus im Osterevangelium. (Mk 16,1-7) Die Sorge der Frauen, wie sie den schweren Stein wohl beiseite gerollt bekommen, können wir gut nachvollziehen. So mancher Stein, den wir im Moment weggewälzt wünschen: in unserem eigenen Leben, in unserem Miteinander, in der Kirche und in der Politik. So vieles erscheint verschlossen, erstarrt, unbeweglich. Was wir an Ostern feiern von neuem Leben, vom Licht, vom Frieden, das will sich scheinbar nur schwer Bahn brechen.

Da ist die Erfahrung der Frauen am Ostermorgen tröstlich: „Der Stein ist schon weggewälzt.“ Das feiern wir an Ostern. Es gibt keine Macht mehr, die Leid und Krieg und Tod bezwingen kann, weil Gott Jesus aus der Macht der Finsternis, des Todes befreit hat. Auf diese Macht dürfen wir setzen auch für uns und unsere Welt.

Alle Erstarrung will Gott aufknacken, alle Verschlossenheit will er aufbrechen, alles Leid, allen Krieg, allen Tod will er verwandeln. Lassen wir uns auf diese bewegende Kraft Gottes ein, damit Auf-er-stehung schon hier auf Erden Wirklichkeit wird.

Allen in diesem Sinne hoffnungsvolle, frohe Ostern!

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