Innovationsprozess


 

Welcher Flicken für welches Gewand - welcher Schlauch für welchen Wein?

Patronatsfest 2019 ganz im Zeichen der Innovation

St. Lukas innovativ“ - so war es programmatisch auf den Weinflaschen zu lesen, die am Ende der Feier zum Lukasfest an alle Engagierten in Anlehnung an die Schriftstelle Lk 5,36-38 verteilt wurden. Ein Fazit, das auch viele Besucherinnen und Besucher des Gottesdienstes am Ende zurückmeldeten: Es ist beeindruckend und erfrischend, wieviel sich doch schon bewegt hat und was für tolle Projekte mit neuen Ideen unterwegs sind, so eine Stimme. Zehn Zukunftsprojekte stellten sich und ihre Arbeit im Gottesdienst oder beim anschließenden Beisammensein vor und machten so deutlich, wie eine zukunftsfähige Kirche aussehen kann. 

Notwendiger Perspektivwechsel 

Der Blick auf die zukünftige Entwicklung der Kirche wurde im Gottesdienst eröffnet von einem Zwiegespräch zwischen Pfarrer Hans-Otto von Danwitz und Pastoralreferent Wolfgang Weiser. Auf dem roten Sofa der Aktion Perspektivwechsel' sinnierten sie über den Beginn des Innovationsprozesses vor vier Jahren, dessen Grundprinzip und Fortgang. Ausgelöst durch die Notwendigkeit der Überarbeitung des Pastoralkonzepts war damals die Entscheidung gefallen, über praktische Experimente und Erfahrungen zu einem neuen Handeln der Kirche zu gelangen. Neue Perspektiven sollten helfen, aus altem Fahrwasser herauszukommen und Neues zu wagen. 

Friedensgruß ohne lange Arme 

Dass die aus den beiden Zukunftsforen erwachsenen Initiativen stolz auf das schon Erreichte blicken können, zeigten einige von ihnen eindrucksvoll in Beiträgen im Rahmen des Gottesdienstes. Sie gewährten so einen kleinen Einblick in ihre Ideen und ihr Tun. So wurde z.B. schon beim Betreten der Kirche jeder Teilnehmer von Mitgliedern der Zukunftsgruppe Willkommenskirche persönlich begrüßt. Die Innovationsgruppe Inklusive Kirche demonstrierte, wie zumindest an einigen Stellen der Feier besonders auf die Bedürfnisse von Seh- und Hörgeschädigten Menschen eingegangen werden kann. Für alle Anwesenden war es z.B. ein besonderes Erlebnis, sich mit Hilfe der Gebärdensprache den Friedensgruß nun über mehrere Bankreihen hinweg geben zu können. Auch die Übersetzung der zentralen Texte in Gebärdensprache war nicht nur für die Hörgeschädigten eine Hilfe, sondern weckte die Aufmerksamkeit aller für das wichtige Thema der Inklusion und die mögliche Vielfalt, Glauben miteinander zu teilen. 

Mut zu neuen Gewändern 

In seiner Ansprache wies Hans-Otto von Danwitz auf die Veränderungsnotwendigkeit von Kirche hin. Um einen neuen Bezug zu den Menschen herzustellen, seien neue Gewänder hilfreich, die den Glauben in unserer Zeit erfahrbar machen. Hier mache die Pfarre St. Lukas in ihrem Innovationsprozess schon vor Ort in Düren greifbar, was der Bistumsprozess im Großen erreichen wolle. Die vielen Experimente des Innovationsprozesses zeigten, dass es Mut brauche, um Neues zu entwickeln. Danwitz rief zu einer neuen Kultur im Umgang mit Fehlern in der Pfarre auf, die scheinbare Misserfolge beim Ausprobieren neuer Ideen ausdrücklich erlaube und sie als Chance zum Lernen begreife, aus dem heraus Entwicklung möglich sei. Ausdrücklich forderte er dazu auf, auch in den eher traditionellen Arbeitsfeldern der Pfarre innovativ und zugleich fehlerfreundlich zu handeln, um eine Entwicklung zu ermöglichen. 

Eine Überraschung gab es für die Kinder während der Kryptakatechese. Ihrem Motto getreu überraschte das Zukunftsprojekt Überraschungskirche sie mit einem Besuch des leibhaften Lukas, der sich ihnen eindrucksvoll vorstellte. Die Innovationsgruppe Lobpreis für alle nahm nach der Kommunionfeier die gesamte Festgemeinde in ihre Art der sonst im eher kleinen Kreis gehaltenen Danksagungsgebete hinein und gab so einen guten Einblick in die Atmosphäre ihres spirituellen Tuns. 

Dank für den Mut zur Veränderung 

Zum Ende des Gottesdienstes bedanke sich Wolfgang Weiser als Verantwortlicher für den Innovationsprozess bei allen Engagierten in den Zukunftsgruppen und bei der Steuerung des Prozesses. Er brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass in der Pfarre St. Lukas sich nicht nur immer mehr Ideen einer neuen Kirche zu Experimenten ermutigen lassen und Zukunftsprojekte auf den Weg machen, sondern sich auch das Prinzip der Fehlerfreundlichkeit durchsetzen möge. Auf den Mut zum Ausprobieren von Neuem sollte mit Dank und Anerkennung reagiert und Fehlversuche mit Respekt belohnt werden. Nur eine Kirche die sich immer neu verändere, in der die Menschen kreativ und mutig seien, sei es wert, Kirche von morgen zu sein. 

Interessante neue Projekte 

Das sich an die gottesdienstliche Feier anschließende Beisammensein bei Saft, Wein und kleinem Gebäck nutzten sehr viele Pfarrmitglieder, um sich bei den Zukunftsgruppen über deren Arbeit zu informieren. So konnte z.B. in die Wohnzimmer-Atmosphäre der Jugendkirche hineingeschnuppert und der Kaffee des neuen Jugendcafé Papst probiert werden. Auch die Präsentation des ganz neuen Projektes Emmaus-Dienst an der Grabes- und Auferstehungskirche wurde von vielen Interessenten neugierig umringt. 

Ein ausdrücklicher Dank gebührt dem Liturgieausschuss für seine Flexibilität bei der Vorbereitung des Gottesdienstes. Es war nicht leicht, die vielfältigen Beteiligungswünsche der Zukunftsgruppen zusammenzuführen. Das Ergebnis aber zeigte sich jedoch als ein sehr stimmiges und beeindruckendes Erlebnis. 

Wolfgang Weiser


 
 

Innovatives bei Lachs auf Spinat und Zitronensorbet

Captains-Dinner der Zukunftsprojekte als Ausdruck der Wertschätzung für hohes Engagement

Ende September 2018 hatten die Verantwortlichen für den Innovationsprozess NEUES WAGEN alle Zukunftsgruppen zu einem Dankeschön-Menü in das Café Lichtblick eingeladen. Bis zu drei Personen konnte jede Gruppe hierzu benennen und es wurde ein nicht nur geschmacklich qualitativ hochwertiger Abend. Neben einem Ausdruck des Dankes für die bisher geleistete mutige Arbeit stand auch der Austausch der Gruppen untereinander im Mittelpunkt des Abends. Beim Sektempfang zu Beginn griff Pfr. H.-O. v.Danwitz als Kapitän des 'Dampfers St. Lukas' das Bild des ersten Zukunftsforums im Herbst 2016 auf, bei dem sich verschiedene kleine Ideen-Gruppen als Expeditionsboote zu neuen Ufern aufgemacht hatten. Inzwischen sind daraus neun Zukunftsprojekte geworden, die z.B. schon regelmäßig neue Angebote machen oder nach einer Testphase begonnen haben, ihre Ideen konkret umsetzen. Als Vertreterin der Steuergruppe Innovation dankte auch Ria Flatten für das hohe, oft mutige Engagement der Gruppen und lud zu einem bereichernden Abend ein.
Anstoßen auf die Zukunft jedes Zukunftsprojektes
Zu jedem der neun Menügänge hatte je eine Zukunftsgruppe einen Toast vorbereitet, der kurz davon berichtete, wie es ihr mit ihrer Idee inzwischen ergangen ist, und mit einem Wunsch für die Zukunft endete. Hier wurde deutlich, wie schwer manchmal das Fahrwasser war oder welche Klippen es zu umschiffen galt, aber auch, wie erfolgreich manche Expeditionen schon neues Land entdeckt haben. Dass sich zu jedem Menügang die Zusammensetzung an den Tischen änderte, führte zunächst zwar zu Turbulenzen, hatte aber einen großen Austausch zwischen allen Teilnehmenden zur Folge. Die mit guten Gedanken beschriebenen Tischdecken werden den Zukunftsgruppen zusätzliche gute Anregung sein.
Zum Ende des langen, aber sehr bereichernden Abends wies Wolfgang Weiser auf die Planungen zu einem dritten Zukunftsforum im Frühjahr 2019 hin. Hierbei soll ein gemeinsames Lern-Fazit aus dem Innovationsprozess gezogen werden, das auch weiterhin die Entwicklung der Pfarre St. Lukas prägen kann.

  

Neues wagen: Keimzellen für eine neue Form von Kirche

Projektansätze wollen missionarisch sein

von Wolfgang Weiser, 31.03.2017

Beim zweiten Zukunftsforum unserer Pfarre Ende Januar haben sich die ersten neun Projektideen gefunden, die nun praktisch neue Formen von Kirche ausprobieren wollen. In der ersten Phase des Innovationsprozesses hatten zunächst Expeditionen erkundet, wie andernorts entsprechende Ansätze verfolgt werden. Die Zusammenschau der hier gewonnenen Eindrücke führte nun zu den Grundideen für die Projekte, die in den nächsten Monaten Wirklichkeit werden sollen. Den Projektideen ist die Begeisterung und Überzeugung gemeinsam, dass Kirche auch heute noch positiv missionarisch wirken und Menschen ansprechen kann. Beispiele aus der Citypastoral und von neuen Gottesdienstformen motivieren dazu, in vielleicht noch ungewohnter Weise auf Menschen zuzugehen.

Mit dem Ohr bei den Menschen
Offenheit für das, was Menschen heute bewegt oder bedrückt, und das ehrliche Angebot, darauf einzugehen und mit unserem Glauben zu verknüpfen, verbindet die Intention aller Projektansätze. Unabhängig davon, welche Adressaten besonders in den Blick genommen werden, geht es um den Auftrag der Kirche, für die Menschen da zu sein und mit Gott in Verbindung zu bringen. So blicken die Projekte zum einen auf Familien mit Kindern (Überraschungskirche), Jugendliche (Jugendcafé), auf die Besucher der Innenstadt (Willkommenskirche), Menschen auf der Durchreise (Kapelle Uehledömchen) und Notleidende (Kirchencafé Miteinander). Zum anderen werden die 'Zeitbewegten' angesprochen (Gottesdienste zur Zeit), Menschen mit Behinderung (Gottesdienst für ALLE) und alle, die sich nach einer innigen Gottbeziehung sehen und dies ausdrücken wollen (Oasentag / Worship).

Breit angelegter und offener Lernprozess
Die jetzt gestarteten Projekte sind nicht von 'oben' initiiert. Ganz bewusst haben sich die Verantwortlichen der Pfarre und die Leitungsgremien mit dem Neues-wagen-Prozess für ein breit angelegtes Lernen entschieden. Dem liegt die Erkenntnis zugrunde, dass wirkliche Erneuerung nicht verordnet werden und nicht von einzelnen Personen abhängig sein kann. Begeisterung und Überzeugung der Beteiligten sind notwendig, um Kraft und Motivation für wirklich neue Wege aufzubringen. Je weniger die Engagierten im Althergebrachten verhaftet sind, desto größer ist die Chance für tatsächlich Neues. Es ist Absicht, die Ideen neuer Ansätze kirchlichen Wirkens nicht zu reglementieren oder in langwierigen Planungsverfahren zu ersticken, sondern ihnen die Freiheit zum Experimentieren zu geben. Meist kann jede große Projektidee zunächst in kleinen Teilschritten oder 'Versuchsballons' ausprobiert werden, ohne dass dafür viele Ressourcen und Energie nötig ist. Schnell kann sich so herausstellen, ob die Idee wirklich so 'nutzerorientiert' wirkt, wie zunächst gedacht. Aus kleinen Experimenten ohne viel Aufwand lässt sich so kurzfristig lernen, was gelingen kann und ausbaufähig ist. Sicher werden durch die praktischen Versuche auch weitere Menschen angesprochen werden. Sobald deutlicher wird, wohin sich eine Projektidee konkret entwickelt, werden diese bereit sein, sich und ihre Möglichkeiten einzubringen. Denn alle Ansätze dieser neuen Form kirchlichen Wirkens können nur dann fruchten, wenn Menschen einen Sinn darin erkennen und sich dafür einsetzen. Mit den Möglichkeiten, die sie mitbringen, werden die Projekte wachsen.

Geduld und Freiheit
Was die Projekte nun zunächst brauchen, ist viel Freiheit und die Fähigkeit, weitere Unterstützerinnen und Unterstützer zu motivieren. Es wird sicher bis Anfang 2018 dauern, bis sich eine nachhaltige Wirkung der gewagten Projekte absehen lässt. Wenn Sie Interesse an einem der benannten Projekte haben, sich persönlich einbringen wollen oder andere Unterstützungsmöglichkeiten sehen, können Sie gerne jederzeit einsteigen. Stets aktuell berichten alle Projekte auf unserer Homepage über die nächsten Schritte. Vielleicht entdecken Sie irgendwann den für Sie richtigen Zeitpunkt, um Ihr Talent einzubringen.

 

Projektideen des zweiten Zukunftsforums

Beim Zukunftsforum haben sich folgende Projektideen entwickelt. Titel und Beschreibungen drücken nur die ersten Grundgedanken aus und werden sich im weiteren Verlauf sicherlich ändern. In den Projekten sind weitere Menschen herzlich willkommen, die die ersten Ideen durch ihre Gedanken, ihre Kompetenz oder ihre Tatkraft fördern wollen. Daher sind die ausführlichen Beschreibungen der Projektideen sowie die jeweils aktuellen Überlegungen hier zu finden.

Überraschungskirche (1)
'Kirche-Sein' für Eltern / Großeltern mit den Kindern.

Jugendcafé (2)
Bistro/Café von und für Jugendliche zentral in der Innenstadt.

Willkommenskirche (3)
Anlaufstelle für Menschen mit Informations- und Gesprächsbedarf.

Gottesdienste zur Zeit (4)
Was Menschen heute bewegt und sein Bezug zur biblischen Botschaft.

Gottesdienst für ALLE (5)
Kirchenraum- und Gottesdienstgestaltung für Menschen mit und ohne Behinderung.

Oasentag (6)
Spirituelle Auszeit, die anregt, Menschen mit ähnlichen Sehsüchten zu finden.

Worship / Lobpreis (7)
In modernen Liedern Gott gemeinsam preisen und anbeten.

'Autobahnkapelle' Uehledömchen (8)
Altehrwürdige Kapelle an der B264 / B56n als offener Ort der Verkündigung.

Multimedia-Infotafel (9)
Interaktiv Passanten zur kirchlich-geistlichen Entdeckungsreise einladen.

 

Kontakt zu den Verantwortlichen des Innovationsprozesses

Die Lenkungsgruppe des Innovationspozesses erreichen Sie über die Mailanschrift

innovationsprozess(at)st-lukas.org

  • Sie haben Fragen zur Arbeit Ihrer Projektgruppe?
  • Sie benötigen Unterstützung bei der Planung oder Durchführung Ihres Projektes?
  • Sie suchen den Kontakt zu einem bestimmten Projekt?
  • Sie möchten sich noch einem bestimmten Projekt anschließen?
  • Sie waren beim zweitem Zukunftsforum am 27./28.1.2017, möchten sich aber noch in den Zukunftsprozesse einbringen?
  • Sie habe allgemein Fragen zum Innovationsprozess in St. Lukas?

Gerne können Sie auch telefonisch Kontakt aufnehmen (W.Weiser 02421/3 88 98 92). Lieber ist uns aber eine E-Mail, weil dann eine evtl. Information der ganzen Lenkungsgruppe leichter ist.

Spirituelle Angebote heute

FEB

28

07:30

Hl. Messe

Karmel

08:15

Schulgottesdienst LeNie

St. Cyriakus, Alte Kirche

09:00

Hl. Messe

St. Anna

10:00

Schulgottesdienst Grüngürtelschule

St. Antonius

10:00

Exequien mit anschl. Beisetzung

Grabes- und Auferstehungskirche

10:00

Trauerfeier Friedhof Birkesdorf

Friedhof Auswärts

11:00

Trauerfeier mit anschl. Beisetzung

Friedhof Düren Ost

16:00

Hl. Messe

Haus St. Anna

17:30

Hl. Messe in der Klosterkapelle

St. Peter Julian

17:30

Kreuzwegandacht

St. Anna

18:30

Hl. Messe

Krankenhaus Düren

18:30

Hl. Messe

St. Marien

19:00

Kreuzweg

St. Peter Julian

Veranstaltungen in St. Lukas

Mär

4

18:00

Sitzung des GdG-Rates

Papst-Johannes-Haus, Annaplatz

Mär

5

18:00

Lesequelle - Worte, die uns zur Quelle werden.

Grabes- und Auferstehungskirche St. Cyriakus, Cyriakusstr. 8

18:00

Lesequelle - Worte, die uns zur Quelle werden.

Grabes- und Auferstehungskirche St. Cyriakus, Cyriakusstr. 8

Mär

13

15:30

Führung durch die Grabes- und Auferstehungskirche

Grabes- und Auferstehungskirche St. Cyriakus, Cyriakusstr. 8

19:30

FeierAbend+

Marienkirche, Hoeschplatz

Mär

14

Mär

19