GdG-Rat

 

Der Rat der Gemeinschaft der Gemeinden ist das pastorale Beratungsgremium der Pfarre St. Lukas. Er hat mit der Wahl im November 2013 den bisherigen Pfarrgemeinderat ersetzt und bestimmt zusammen mit dem hauptamtlichen Pastoralteam die seelsorglichen Schwerpunkte und Entwicklungen unserer Pfarre.

Der Rat der Gemeinschafte der Gemeinden St. Lukas besteht aus
● 6 gewählten Mitgliedern als Fürsprecherinnen und Fürsprecher für die 6 Territorialgemeinden,
● 20 gewählten Mitgliedern als Fürsprecherinnen und Fürsprecher für die 10 pastoralen Sachbereiche,
● 4 Mitgliedern aufgrund ihres Amtes bzw. ihrer Funktion.

Seine Arbeit ist in zahlreichen Projektgruppen, Sachausschüssen und den Gemeindeausschüssen organisiert.

 

Den Vorstand des GdG-Rates bilden:

  • Jürgen Nybelen
  • Hedi Becker
  • Dr. Peter Maas
  • Pfarrer Ernst-Joachim Stinkes
  • Pastoralreferent Wolfgang Weiser
  • Achim Wilmar für den Kirchenvorstand

Der Vorstand des GdG-Rates ist über gdg-rat(at)st-lukas.org zu erreichen.

 

Sitzungstermine 2017

Folgende Sitzungstermine des GdG-Rates sind geplant:

  • 4.4.
  • 9.5. (Visitation, nicht öffentlich)
  • 31.5. (Visitation, nicht öffentlich)
  • 10.6. (Klausurtag, nicht öffentlich)
  • 4.7.
  • 25.9.
  • 7.11.

In der Regel sind die Sitzungen des GdG-Rates öffentlich und finden in der Marienkirche statt. Themen zur Beratung können beim Vorstand unter Angabe des Beratungszieles und der Themenreferentin / des Themenreferenten angemeldet werden.

 

Mitglieder und Wahlergebnisse

 

Viele Herausforderungen für den GdG-Rat beim Dienst für die Menschen

Der GdG-Rat von St. Lukas ist seit gut einem Jahr im Amt. Das pastorale Beratungsgremium kümmert sich um die seelsorglichen Schwerpunkte und Entwicklungen unserer Pfarre. Wie die bisherige Bilanz aussieht und welche Herausforderungen dem GdG-Rat noch bevorstehen, berichten der Vorsitzende Jürgen Nybelen und die stellvertretende Vorsitzende Hedi Becker im Gespräch mit Pfarrbrief-Mitarbeiter Markus Schnitzler.

Frau Becker, Herr Nybelen, St. Lukas definiert sich in seinem Leitbild als Kirche, die dem Menschen dient. Wie kann der GdG-Rat dieses Motto mit Leben füllen?

Nybelen: Der GdG-Rat ist die gewählte Vertretung für alles, was mit Pastoral zu tun hat, konkret für die Inhalte der Pastoral. Insofern ist der GdG-Rat das zentrale Gremium, das der Gemeinde dienen soll. Wir sollen Möglichkeiten suchen, wie wir zukunftsfähige Pastoral gestalten können.

Becker: Die gewählten GdG-Ratsmitglieder, die jetzt ein Jahr im Amt sind, machen das auch wirklich mit großem Engagement. Dieses Leitbild ist nicht nur aufgeschrieben, sondern wird auch gelebt. Man muss auch bedenken, dass die Menschen, die sich engagieren, das alle ehrenamtlich tun. Das ist aus meiner Sicht auch eine Art des Dienens.

Werden wir konkreter. Kommen wir zu einer Bilanz des vergangenen Jahres. Was hat der GdG-Rat an wichtigen Projekten durchgesetzt. Sind Sie zufrieden, mit dem was erreicht wurde?

Becker: Es ist natürlich schwierig, nach einem Jahr Projekte, die man sich vorgenommen hat, umzusetzen. Wir denken aber, dass wir auf einem guten Weg sind. Dieser gute Weg hat sich vor allem dadurch entwickelt, dass wir hier in St. Lukas ein etwas anderes Modell des GdG-Rats umgesetzt haben, weil wir nach Sachthemen gewählt haben. Das hatte zur Folge, dass sich auch sehr viele Kandidaten haben aufstellen lassen. Wir haben wichtige pastorale Sachthemen definiert, wie z.B. Ökumene, Liturgie, Familien-, Senioren- und Jugendpastoral, Caritas und Kranken- und Trauerpastoral, nicht zuletzt auch Öffentlichkeitsarbeit. Darüber hinaus gab es auch Kandidaten für die einzelnen sechs Pfarren von St. Lukas. Zehn Ausschüsse waren es insgesamt. Im Laufe des Jahres ist natürlich in diesen Sachausschüssen auch gearbeitet worden. Da ist schon eine ganze Menge in Bewegung gekommen.

Nybelen: Dieses ganz neue Konzept dient vor allem dem Zusammenwachsen von St. Lukas. Man denkt mehr global, also auf St. Lukas und nicht mehr auf die Altgemeinden bezogen. So kann die Pfarre auch viel stärker zusammenwachsen, zu einer Einheit werden. Bei einem Klausurtag im letzten Jahr ist ein ganz großes Projekt entstanden, das jetzt angefangen hat, nämlich die Neuerarbeitung eines Pastoralkonzepts. Da sind schon ganz viele Stunden reininvestiert worden. Da machen wir uns selbst noch mal bewusst: Wo stehen wir jetzt und wo wollen wir hin? Da wollen wir wirklich Schwerpunkte setzen.

Becker: Dabei hat sich schon herausgestellt, dass eine ganze Menge von Herausforderungen auf uns zukommt. Dass die Kirche sich in den letzten Jahren strukturell sehr verändert hat, ist allgemein bekannt. Mit der Frage, wie wir die Menschen erreichen, haben wir noch eine herausforderungsvolle Zeit vor uns in den verbleibenden Jahren unserer Amtszeit.

GdG – die Gemeinschaft der Gemeinden. Sie haben gerade schon angedeutet, dass nicht mehr in den Einzelgemeinden gedacht wird. Es hat also auch dazu geführt, dass dieses auf die Altgemeinden bezogene Denken besser überwunden werden kann.

Nybelen: Sicherlich hat das dazu geführt, wenngleich man sagen muss, dass es ein Prozess ist, der noch lange dauern wird. Gewiss sind da auch noch Befindlichkeiten, Heimatgefühle, die auch ihren Platz haben und berechtigt sind. Es ist nicht geplant, dass wir etwas kaputt machen wollen, was gut funktioniert. Wir haben schon festgestellt, dass viele Dinge besser funktionieren, wenn man sie als Ganzes denkt. Ich kann ein Beispiel nennen, weil ich selbst aus der Liturgie komme, z.B. haben wir schöne liturgische Projekte wie die Fronleichnamsprozession, das Patronatsfest, das Erntedankfest im Reitstall. Das funktioniert viel besser, wenn man eine größere Öffentlichkeit und die Stadt anspricht. Viele Bereiche wie die Kinder- und Jugendarbeit sind in einer einzelnen Gemeinde gar nicht mehr zu schaffen, weil einfach die Leute fehlen. Wir wollen bündeln und sehen, wie wir gemeinsam etwas besser machen können.

Becker: Gleichwohl gibt es in der jüngeren Vergangenheit ein konkretes Beispiel, bei dem wir gemerkt haben, dass diese Heimatverbundenheit der Menschen mit ihrer Pfarre schon sehr hoch ist. Ich spiele auf die Skaterhalle an. Die Bonifatiuskirche ist zur Unterbringung von Jugendlichen, die skaten wollen, ins Gespräch gekommen. Das war ein Plan, der im GdG-Rat besprochen werden musste und schließlich nicht befürwortet wurde. Aber in dem Prozess dorthin haben wir gemerkt, dass die Sorgen vieler Menschen – was wird aus unserer Kirche? – durchaus noch vorhanden sind und das müssen wir auch ernst nehmen. Auf der anderen Seite müssen wir auch sehen, wie wir uns für neue Gruppen in der Gesellschaft öffnen. Wir arbeiten ja nicht zum Selbstzweck, sondern weil wir die gute Botschaft, die wir als Christen verkünden wollen, vielen Menschen weitergeben wollen. Papst Franziskus sagt ja nicht umsonst: „Geht an die Ränder der Gesellschaft.“ Da gibt es viele Beispiele, wie wir, in die Zukunft gesehen, diesen Auftrag als Christen ernst nehmen können.

Nybelen: Als Vorstand ist es unsere Aufgabe, zu moderieren und zu sehen, was die Menschen brauchen. Welche Befindlichkeiten sind da, welche Aufbrüche sind nötig? Da versuchen wir, zu vermitteln und das Beste daraus zu machen.

Sie haben schon die Nutzung von Kirchengebäuden angesprochen, was mehr ein internes Thema in der Pfarre ist. Aber Herausforderungen gibt es ja auch, wenn wir uns die weltweiten Nachrichten ansehen. Zum Beispiel das Thema Flüchtlinge. Da gibt es ja auch Diskussionen darüber, wie die Kirche dabei helfen kann, indem die Flüchtlinge in kirchlichen Gebäuden untergebracht werden. Ist der GdG-Rat bei solchen Themen auch aktiv und wenn ja wie?

Nybelen: Es gibt das Pfarrhaus in St. Bonifatius, das einer Flüchtlingsfamilie zur Verfügung gestellt wurde, und ein Projekt in Niederau. Wir haben in der letzten GdG-Ratssitzung überlegt, wie wir das Thema Flüchtlinge noch präsenter werden lassen können, z.B. gab es einen Vorschlag, dass die Flüchtlinge zum Weihnachtsessen nach St. Antonius eingeladen werden. Dieses sehr aktuelle, wichtige, dringende Thema muss ganz stark in den Fokus genommen werden. Wir als Kirche wollen an die Stadt herangetreten und überlegen: Wie können wir das verwirklichen? Wie können wir mit dafür sorgen, dass es eine gerechte Lösung gibt?

Becker: Gerade in Düren ist es so, dass die Stadt um breit angelegte Mithilfe bei der Unterbringung der Flüchtlinge gebeten hat. Es gibt einen Runden Tisch, der auf breiter Basis die Akteure, die mit Flüchtlingen zu tun haben oder etwas tun wollen, miteinander vernetzt. Die Stadt ist wie viele andere Kommunen hoffnungslos mit den wachsenden Zahlen überfordert. Wir als Kirche haben da ein wichtiges Wort mitzureden, weil gerade unser Auftrag der sozialen Verantwortung, der Solidarität und der Verkündigung des Reichs Gottes so wichtig ist, dass wir als Kirche und als Pfarre St. Lukas dazu nicht nur nicht schweigen dürfen, sondern auch aktiv etwas tun müssen. Das hat der GdG-Rat ganz klar unterstützt. Als Pfarre muss man gleichwohl überlegen, ob diese vieldiskutierte Willkommenskultur etwas ist, was wir leisten können. Eine Willkommenskultur muss in erster Linie von ehrenamtlich engagierten Menschen getragen werden und deshalb kann sie nicht von oben befohlen werden. Kleine Initiativen, die sich aus aktiven Menschen heraus entwickeln, sind aus meiner Sicht da genau das Richtige, denn Menschen, die etwas Kleines beginnen, können andere Menschen besser motivieren und begeistern, als wenn es von oben verordnet wird. In unserer Pfarre sind wir sehr gut aufgestellt mit Menschen, die das im Blick haben und sich engagieren.

Damit ist St. Lukas also eine Pfarre, die nicht nur in der eigenen Gemeinde den Menschen dient, sondern auch Menschen, die zu uns kommen. Nun haben wir einige interne und externe Herausforderungen benannt. Haben Sie als GdG-Rat noch weitere Wünsche? Sehen Sie noch zusätzliche Herausforderungen für die nächsten Monate?

Nybelen: Im Vorstand und im Zusammenhang mit dem Pastoralkonzept haben wir besprochen, dass sich die Arbeit von St. Lukas viel stärker in der Öffentlichkeitsarbeit der Stadt widerspiegeln könnte. Wir haben das Beispiel „Düren leuchtet“ genannt. Man könnte die Annakirche für Lichtinstallationen nutzen, wir könnten uns da mit einbringen. Wir haben den sehr beliebten Wochenmarkt, der weit über die Innenstadt hinaus beliebt ist, wohin Leute auch von außerhalb kommen. Da könnte es eine Marktmeditation geben und in der Annakirche gibt es Gelegenheit zum Gespräch. Im Papst-Johannes-Haus könnte ein Café eingerichtet werden. Auf dem Weihnachtsmarkt gibt es ja schon die Kirchenhütte. Bei vielen Aktionen der Stadt könnten wir noch viel stärker Präsenz zeigen. Das ist ein Anliegen, bei dem wir sagen: Da hat das Reich Gottes noch Ausbaubedarf in den nächsten Jahren.

Becker: Wir sind alle zusammen der Meinung, dass wir als Pfarre im Leben der Stadt noch einige gute Akzente setzen können, die den Menschen dienen. Wir hatten ja eingangs das Leitbild erwähnt. Man könnte die guten Beispiele, die Herr Nybelen genannt hat, fortsetzen in Richtung der Menschen, die augenscheinlich Hilfe benötigen, zum Beispiel Obdachlose, Alleinerziehende usw., das ließe sich endlos fortsetzen, wobei da immer wichtig ist, wie man sich vernetzen kann. Jeder für sich ist nicht so stark wie eine vernetzte Aktion, beispielsweise auch mit dem Caritasverband und den Ämtern der Stadt, die auf diesem Gebiet unterwegs sind. Wir wollen keinen Gegenakzent setzen, sondern unser christliches Profil in diese Hilfen und Aktionen einbringen, unsere Stärken einsetzen.

Nybelen: Man kann noch den Bereich Ökumene nennen. Es gibt eine gute Zusammenarbeit mit der Evangelischen Gemeinde, mit den Muslimen. Es gibt im kulturellen Austausch eine gute Zusammenarbeit in der Eine-Welt-Arbeit mit der Evangelischen Gemeinde. Das „Bündnis gegen Rechts“ ist ein weiteres Beispiel, bei dem wir als Kirche mit aktiv sind. Da merkt man, dass es schon eine gute Vernetzung gibt, die man noch ausbauen könnte.

Becker: Wir sehen natürlich eine große Verantwortung, und wir bilden uns weiter. Das Bistum hat Weiterbildungsangebote vor allem für die GdG-Ratsvorstände. Diese gehen in die Richtung, gemeinsam Verantwortung zu tragen. Eine Pfarre muss ja geleitet werden. Das kann nicht der Pfarrer alleine. Unserem Wissen nach ist in Düren oder vielleicht auch darüber hinaus einmalig eine sogenannte Steuerungsgruppe Leitung, in der die unterschiedlichsten, Verantwortung tragenden Menschen der Pfarre zusammen Weichen für die Arbeit in der Pfarre stellen.

Nybelen: Damit gemeint sind die Hauptamtlichen und die Vorstände der Gremien.

Becker: Also die hauptberuflich und freiwillig Tätigen. Da sind wir in St. Lukas wirklich auf einem guten Weg. In St. Lukas haben wir gemeinsam den Willen, Verantwortung zu tragen, um für die Menschen da zu sein und den Menschen zu dienen.

Spirituelle Angebote heute

APR

25

07:30

Hl. Messe

Karmel

08:00

Schulwortgottesdienst der Paul-Gerhardt-Schule

St. Bonifatius

09:00

Hl. Messe

St. Anna

10:00

Schulgottesdienst der Pesch-Grundschule

St. Marien

13:00

Trauerfeier und anschl. Urnenbeisetzung, Treffpunkt ROT

Friedhof Düren Ost

17:30

Hl. Messe in der Klosterkapelle

St. Peter Julian

18:30

Hl. Messe

Krankenhaus Lendersdorf

18:30

Hl. Messe

St. Antonius

Veranstaltungen in St. Lukas

Apr

26

10:00

Zukunftsprojekt "Gottesdienst für ALLE"

Thomas-Morus-Haus, Grüngürtel 41a

Apr

27

17:30

Zukunftsprojekt "Jugendcafè"

Papst-Johannes-Haus, Annaplatz 9

Apr

28

19:30

Projektworkshop CANVAS

Papst-Johannes-Haus, Annaplatz 9

Apr

29

11:00

ATEMPAUSE - Offene Kirche St. Marien

Marienkirche, Hoeschplatz

Apr

30

Mai

2

18:00

Singen in den Mai

Papst-Johannes-Haus

Mai

3

10:45

Exkursion des Zukunftsprojektes "Willkommenskirche" nach Bonn

Abfahrt ab Bahnhof Düren (Anmeldung erforderlich)

Mai

6

11:00

ATEMPAUSE - Offene Kirche St. Marien

Marienkirche, Hoeschplatz

18:00

Bibel lesen / Bibel teilen (LUKAS MITTEndrin)

Papst-Johannes-Haus, Annaplatz 9

Mai

8

17:30

Zukunftsprojekt "Überraschungskirche"

Annaplatz 8, Büro Fleischmann

Mai

9

Mai

13

11:00

ATEMPAUSE - Offene Kirche St. Marien

Marienkirche, Hoeschplatz

16:00

Jugendfest

Papst-Johannes-Haus

Mai

16

Mai

17

18:00

Bibliodrama / Spieleabend (LUKAS MITTEndrin)

Papst-Johannes-Haus, Annaplatz 9

Mai

20

11:00

ATEMPAUSE - Offene Kirche St. Marien

Marienkirche, Hoeschplatz