Anna-Oktav

Gemeinsam neue Wege gehen

 
Anna-Haupt bei der Prozession zur Erhebung

Mit der feierlichen Erhebung des Anna-Hauptes startete am Samstag die Anna-Oktav. Pfarrer Hans-Otto von Danwitz ging in seiner Predigt zunächst auf die Glocke aus dem Jahr 1510 ein, in die die älteste bekannte Anna-Medaille eingearbeitet ist. Kürzlich wurde die Glocke der Pfarre von einem Sammler angeboten und konnte dank einiger Spenden und der Unterstützung durch die Volksbank und vor allem die Sparkasse Düren gekauft werden.

Anschließend griff er das diesjährige Motto "Gemeinsam neue Wege gehen" mit dem Innovationsprozess auf, der in der Pfarre gestartet worden ist. Sein Ziel ist es, genau diese Wege zu finden und gemeinsam zu gehen. Auch das Reformationsgedenken in diesem Jahr sei ein wichtiger neuer Weg, weil nach vielem theologischem Forschen und Ringen endlich Taten angesagt seien und die Gemeinsamkeiten der verschiedenen Kirchen stärker gelebt werden müssten. Schließlich nahm er noch die Flüchtlinge, Hungerkatastrophen und Klimaentwicklung in den Blick. Hier werde immer deutlicher, dass Einzelaktionen keine dauerhaften Lösungen brächten. Vielmehr müsse, wie Papst Franziskus es formulierte, die Erde als gemeinsam zu gestaltendes Haus betrachtet werden.

Beim Abendgottesdienst stand noch einmal verstärkt das Tagesmotto "Gemeinsam neue Wege gehen als Pilger" im Mittelpunkt. Den Gottesdienst gestaltete die Innovationsgruppe St. Lukas Mittendrin inhaltlich und musikalisch.

  
Annabild auf der Annakirmes

An einem eher ungewöhnlichen Ort wurde die 10-Uhr-Messe am ersten Sonntag der Oktav gefeiert. Erstmals fand die Messe im Festzelt auf dem Annakirmes-Platz statt – selbstverständlich mit dem Annahaupt. So bekamen die zahlreichen Besucherinnen und Besucher der Messe einen Eindruck, dass auch die Schaustellerinnen und Schausteller mit einem brennenden Herzen ihren Beruf ausüben – passend zum Tagesmotto "Gemeinsam neue Wege gehen – mit brennendem Herzen".

Das griff auch im anschließenden Hochamt Gemeindereferentin Anne Hermanns-Dentges auf, die im Bistum Aachen im Team der Berufungspastoral arbeitet. Sie schilderte, warum sie so für ihre Arbeit brennt und ermutigte mit einem Bild aus der amerikanischen Sportart Baseball dazu, dass sich jede und jeder die eigenen Talente bewusst macht und überlegt, wie sie und er sich einbringen kann.

Kirchenchor und Pfarrorchester begleiteten die Feier musikalisch mit Haydns Paukenmesse. Einen ganz anderen musikalischen Akzent setzte am Abend die Gruppe Senfkorn mit modernen geistlichen Liedern.

 
Gemeinsam auf dem Altar: Die Bilder der heiligen Anna und des heiligen Joachim
Reliquien der Hll. Anna und Joachim auf dem Altar

Am Montag war in die Messe am Morgen besonders die GdG Düren-Nord eingeladen. Da passte es gut, dass die Mitglieder der Gemeinde St. Joachim von dort eine Reliquie des Mannes der heiligen Anna, mitgebracht hatten.

Zum Tagesmotto "Gemeinsam neue Wege gehen mit Jesus" nahm Pfarrer Toni Straeten die Frage in den Blick, was Christentum im Alltag eines jeden Menschen bedeutet. Ausgehend von den Worten aus dem Johannesevangelium "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben" legte er dar, dass Jesu Wirken stets davon bestimmt war, als Wanderprediger auf Menschen zuzugehen, gerade auf die, die nicht im Blickfeld der Gesellschaft stehen. Entsprechend sei das Christentum eine "Weg-Religion", in der sich das Wesentliche draußen abspiele. Dabei komme es darauf an, Sorge zu tragen für andere, ehrlich mit sich und mit anderen umzugehen und im Vertrauen auf Christus auch mit Rückschlägen und Enttäuschungen im eigenen Leben klarzukommen.

 
Pilgerinnen und Pilger im Café

Anschließend fand wie an jedem Wochentag in der Anna-Oktav für alle Besucherinnen und Besucher das Pilger-Frühstück im Papst-Johannes-Haus statt.

Die Messe am Abend wurde von den Kirchenchören aus Stadt und Kreis Düren musikalisch mit der Deutschen Messe von Franz Schubert gestaltet.

 

Der Dienstag stand unter dem Motto "Gemeinsam neue Wege gehen für Gerechtigkeit und Frieden". Am Morgen predigte dazu Pastoralreferent Theo Pannen als Beirat der Friedensbewegung Pax Christi. Über das Beispiel eines Kreuzes, das Krefelder Christinnen und Christen an Karfreitag 1947 als Mahnung gegen Krieg und Zerstörung durch die Straßen getragen haben, und über die Friedensbewegung der 1980er-Jahre machte er deutlich, dass jede Generation ihre eigenen Mittel und Wege hat, gegen die Sinnlosigkeit von Kriegen zu demonstrieren. Er hob hervor, dass Friedensarbeit immer nur zeichenhaft und exemplarisch sein könne und stellte in diesem Zusammenhang den Freiwilligen Friedensdienst vor, in dem sich heute zahlreiche junge Erwachsene ein Jahr lang engagieren.

Nach dem Gottesdienst gingen die Messdienerinnen und Messdiener, die bei jeder Messe während der Annaoktav vertreten sind, gemeinsam auf die Annakirmes.

 

Die Ökumene stand am Mittwoch im Mittelpunkt mit dem Thema "Gemeinsam neue Wege gehen mit allen Christen". Der Ökumenebeauftragte des Bistums Aachen, Domkapitular Gregor Huben, griff ein Bild von drei verschiedenen Gruppen von Bergsteigern auf, das der Jesuit Teilhard de Chardin geprägt hatte. Demnach gebe es auch im Austausch zwischen den verschiedenen Kirchen die Müden, die resigniert zurück wollten, die Zufriedenen, die sich mit dem Erreichten begnügen, und die Begeisterten, die immer weiter nach oben wollten. Es gehe darum, die Müden und Zufriedenen zum Weitermachen zu motivieren. Im Blick auf 500 Jahre Reformation, wies er darauf hin, dass die Gedenktage über die Jahrhunderte immer ein Spiegelbild ihrer Zeit waren. 2017 sei es auch für die katholische Kirche erstmals möglich, gemeinsam mit den Evangelischen Kirchen die Reformation zu feiern, weil manche theologische Differenzen mittlerweile gelöst seien. Zudem seien die Kirchen gefordert, gemeinsam die gesellschaftlichen Herausforderungen anzugehen.

Nachmittags feierten die Frauen eine Andacht ebenfalls zum Thema Mit allen Christen gemeinsame Wege gehen. Die Predigt hielt die Gemeindereferentin Astrid Sistig, die in der Region Düren als Frauenseelsorgerin arbeitet. Die Musikalische Gestaltung übernahmen die Annabells.

 

In die heilige Messe am Donnerstagvormittag waren besonders alte und kranke Menschen eingeladen. Im Rahmen des Gottesdienstes spendeten die zahlreichen anwesenden Priestern den Besucherinnen und Besuchern die Krankensalbung.

Pfarrer Hans-Otto von Danwitz betonte die beiden Aspekte des Tagesmottos "Gemeinsam neue Wege gehen in möglichen Schritten": Nicht zu versuchen, alles auf einmal durchzusetzen, sondern einen Schritt nach dem anderen zu tun und sich auf die Solidarität anderer Menschen zu verlassen sei entscheidend. Ähnlich wie Josua in der Lesung von Gott zugesagt bekommt "Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht. Sei mutig und stark" habe vielleicht auch Maria von ihrer Mutter Anna so einen Zuspruch erfahren. Für die Menschen heute bedeute das, das Mögliche anzugehen. Gott werde seinen Teil dazu tun und es vollenden.

Am Abend feierten evangelische und katholische Christinnen und Christen gemeinsam einen ökumenischen Gottesdienst, musikalisch gestaltet von der Kantorei der evangelischen Kantorei Düren. Pfarrer Dirk Christian Siedler hob den Stellenwert der gemeinsamen Taufe hervor, die jeden einzelnen Christen direkt mit Gott verbinde. Dies sei der Grund für den gemeinsamen Weg, auf dem Christinnen und Christen vielversprechend unterwegs seien. Er lobte die Bereitschaft der Pfarre St. Lukas dabei "bis an die Grenze des Möglichen zu gehen". Es sei wahrscheinlicher Antworten auf die gesellschaftlichen Fragen zu finden, wenn wir gemeinsam danach suchten.

Auch Martin Luther hatte einst bei der heiligen Anna Hilfe erfleht, die Heiligenverehrung aber später kritisiert, weil sie von Christus ablenke. Dennoch, so Pfr. Siedler könne auch etwa die heilige Anna wie andere Heilige für manche Menschen ein hilfreiches Beispiel zu sein, um sie oder ihn näher zu Jesus zu führen.

 
Pilgerinnen und Pilger im Garten des Papst-Johannes-Hauses

Der Freitag stand unter dem Motto "Gemeinsam neue Wege gehen geführt von Gottes Wort". Hierzu predigten die beiden Heimbacher Pfarrer Dr. Blumenthal und Regionaldekan Doncks. Pfr. Doncks war am Abend gemeinsam mit einer Wallfahrtsgruppe nach Düren gekommen. Gemeinsam mit den Pilgern aus Schlich wurden sie nach der Abendmesse im Garten des Papst-Johannes-Hauses bewirtet.

GEMEINSAM NEUE WEGE GEHEN

Anna-Oktav vom 29. Juli bis 6. August 2017

Das Programm der Anna-Oktav 2017 können Sie sich als PDF-Dokument anzeigen lassen und herunterladen, indem Sie auf das Bild links klicken.

Spirituelle Angebote heute

OKT

17

07:30

Hl. Messe

Karmel

07:55

Schulwortgottesdienst der Paul-Gerhardt-Schule

St. Bonifatius

09:00

Hl. Messe

St. Anna

10:00

Schulgottesdienst der Pesch-Grundschule

St. Marien

10:00

Trauerfeier und Beisetzung Karl-Heinz Lünser, 65 Jahre

Friedhof Düren Ost

17:30

Hl. Messe in der Klosterkapelle

St. Peter Julian

18:00

Rosenkranzandacht

St. Antonius

18:30

Hl. Messe vor dem Gnadenbild der Trösterin der Betrübten

St. Josef

18:30

Wortgottesfeier

St. Antonius

Veranstaltungen in St. Lukas

Okt

17

19:30

Gemeindeausschuss St. Josef

Paul-Kuth-Begegnungsstätte, Piusstr. 40

Okt

18

18:00

LUKAS MITTEndrin

Papst-Johannes-Haus, Annaplatz 9

Okt

19

Okt

23

Okt

24

Nov

4

18:00

LUKAS MITTEndrin

Papst-Johannes-Haus, Annaplatz 9

Nov

7

Nov

15

18:00

LUKAS MITTEndrin

Papst-Johannes-Haus, Annaplatz 9