Zukunftsprojekt Jugendcafé

 

Jesus begegnen im Café 'Papst'

Martina Schuetz-Berg, September 2019

Am 19. Mai haben wir unser neues Jugendcafé „Papst“ eröffnet. Die Jugendlichen hatten ihre Einweihung bereits am Freitag davor dort gefeiert. „Aus dem Keller geholt“ stand auf der Einladung zur Einweihungsveranstaltung und das trifft genau auf unser Projekt zu. Als wir vor vier Jahren in der Offenen Tür 800 Jugendliche gefragt haben, wie sie sich ihre Räumlichkeiten in einem Jugendtreff vorstellen könnten, ahnten wir noch nicht, wohin uns der Weg führen würde.  

Aus dem Keller geholt 

In den 33 Jahren meiner Dienstzeit hat die Jugendarbeit im Papst-Johannes-Haus immer im Keller des Hauses stattgefunden, obwohl wir uns doch damit keinesfalls verstecken müssten. Eine Übermittagsbetreuung mit Hausaufgabenhilfe, tägliche warme Mittagessen, eine Kinder-OT, Ferienprogramme, Projekte und Bistumsaktionen, ein Jugendtreff mit Ansprechpartnern und Programmen bis abends um 21.00 Uhr, auch regelmäßig am Samstag - das sind doch Angebote, die man keinesfalls im Keller verstecken muss. Auch die anderen Jugendeinrichtungen in St. Lukas haben ähnliche Angebote und Programme und sprechen damit viele Kinder und Jugendliche mit den unterschiedlichsten sozialen Hintergründen an. 

Dank der Unterstützung von Pfarrer von Danwitz war sehr schnell klar, dass sich hier an dieser Kellersituation im Papst-Johannes-Haus etwas ändern sollte. Nun hat die Arbeit mit Jugendlichen aber nicht immer die größte Lobby und somit standen wir zunächst einmal alleine da mit unserer Idee, die Jugendarbeit aus dem Keller zu holen. 

Anschub durch das 2. Zukunftsforum 

Wir brauchten starke Partner zur Unterstützung. Diese haben wir beim Innovationsprozess der Pfarre beim Zukunftsforum im Schenkel-Schoeller-Stift schließlich gefunden. Zusammen mit der Jungen Kirche, die auch neue Räumlichkeiten für ihre Jugendlichen suchte, zunächst noch mit Kaplan Köhler, jetzt mit Florian Sobetzko, haben wir dann dieses Innovationsprojekt gestartet. Wir wollten die Mehrzweckräume im Erdgeschoss des Papst-Johannes-Hauses umgestalten und für unsere gemeinsame Kinder- und Jugendarbeit nutzen. Natürlich benötigte es hierfür einiges an Überzeugungsarbeit, denn die Mehrzweckräume liegen im Erdgeschoss, sozusagen im Herzen unseres Hauses.  

Kinder- und Jugendarbeit ist die Arbeit und der Einsatz für eine Zielgruppe, die es oft nicht so einfach hat, besonders unsere Zielgruppe in der KOT. Im Papst-Johannes-Haus in der Innenstadt von Düren kümmern wir uns um benachteiligte Kinder und Jugendliche in jeder Form. Diese Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen ist eine zutiefst christliche Arbeit, so unsere feste Überzeugung und unser Glaube, sozusagen eine Arbeit an der Basis. Im täglichen Umgang und in der Auseinandersetzung , der Hilfe und Unterstützung dieser Kinder, dieser Jugendlichen und ihren Familien sind wir gefragt und gefordert. Wir sind Sicherheit, Familie und Vorbild für unsere Kids und sind überzeugt, dass auch Kirche dies sein sollte, gerade in diesen Zeiten. 

Dafür braucht es unserer Meinung nach keine Massen an Gremien, Arbeitskreisen, Konferenzen, Tagungen und Sitzungen, dafür braucht es den Einsatz vor Ort, am Menschen direkt. Bei den Gesprächen mit den Kindern und Jugendlichen kann man sich nicht profilieren. Hier steht man nicht selbst im Fokus der Gemeinschaft. Hier sind Glaubwürdigkeit, Empathie, Offenheit und konkrete Hilfe an der Person, am Kind am Jugendlichen gefragt, auch wenn man das nicht immer sieht und eben nicht dauernd durch die Öffentlichkeit trägt. 

Jesu Umgang mit den Menschen als Vorbild 

Jugendliche schenken nur dem Vertrauen, dem sie auch vertrauen. Das ist meiner Überzeugung nach das Eigentliche, das Wesentliche, das Jesus uns so auch vorgelebt hat, der Umgang mit dem Menschen in schwierigen Situationen und ihr Vertrauen darauf. Sein Einsatz für diese Menschen, sein Verständnis und seine Liebe auch besonders zu den Kindern, davon hören wir immer wieder im Evangelium. 

Ich glaube, dass das auch uns gut zu Gesicht steht. Das muss man nicht im Keller verstecken, und das war auch unser Ansatz bei der Überzeugungsarbeit in den unterschiedlichen Gremien in St. Lukas, durch die wir mit unserem Projekt, unserer Idee gegangen sind und deren Zustimmung wir natürlich für ein solch großes gemeinsames Innovationsprojekt benötigten. Auch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Jungen Kirche vertreten diese Einstellung und suchen neue Möglichkeiten in der Umsetzung dieser Arbeit. Einer meiner muslimischen Jugendlichen fragte mich abends im Jugendtreff, warum wir das eigentlich alles hier machen würden. Die Antwort darauf fiel uns leicht und hat den Jugendlichen sehr beeindruckt. Ich habe sie ihnen bereits oben im Text gegeben. 

Große Freude bei der Eröffnung des Café „Papst“ 

Mitte 2018 fiel dann endlich der Startschuss zur praktischen Umsetzung unserer der Idee. Im Architekten Andreas Franke fanden wir einen kompetenten Unterstützer. Familie Berbuir, Ulrich Flatten und Wolfgang Weiser haben bei der Planung und der Umsetzung tatkräftig geholfen. Finanzielle Unterstützung erhielten wir aus der Pfarre, vom Bistum, von der Stadt und von den unterschiedlichsten Sponsoren und so konnten die Räumlichkeiten endlich umgestaltet werden. Vor den Sommerferien im Mai 2019 war es endlich soweit, der Startschuss ist gefallen. Es ist noch nicht alles fertig, die Jugendlichen werden sicherlich auch noch vieles verändern, der Raum muss noch wachsen und mit Leben gefüllt werden. Das wird die Arbeit in den nächsten Monaten und Jahren sein. Zusammen mit den anderen Jugendgruppen und der Jungen Kirche in St. Lukas werden wir in diesem Projekt daran arbeiten und viele neue Dinge ausprobieren, vielleicht auch wieder verwerfen. Aber wir sind dankbar, dass wir hier gemeinsam etwas für Kinder- und Jugendliche ausprobieren dürfen und dass man uns diesen Raum lässt. Vielleicht ist das ein Weg in die Zukunft, vielleicht finden wir hier eine Möglichkeit der Teilhabe am Prozess. Bitte begleiten Sie uns wohlwollend auch weiterhin bei unserem Einsatz und unterstützen Sie uns. Wir benötigen Ihre Hilfe bei unserer Arbeit. 

Danke schön!

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