Welcher Flicken für welches Gewand - welcher Schlauch für welchen Wein?

Patronatsfest ganz im Zeichen der Innovation

"St. Lukas innovativ" - so war es programmatisch auf den Weinflaschen zu lesen, die am Ende der Feier zum Lukasfest an alle Engagierten in Anlehnung an die Schriftstelle Lk 5,36-38 verteilt wurden. Ein Fazit, das auch viele Besucherinnen und Besucher des Gottesdienstes am Ende zurückmeldeten: „Es ist beeindruckend und erfrischend, wieviel sich doch schon bewegt hat und was für tolle Projekte mit neuen Ideen unterwegs sind“, so eine Stimme. Zehn Zukunftsprojekte stellten sich und ihre Arbeit im Gottesdienst oder beim anschließenden Beisammensein vor und machten so deutlich, wie eine zukunftsfähige Kirche aussehen kann.

Notwendiger Perspektivwechsel 

Der Blick auf die zukünftige Entwicklung der Kirche wurde im Gottesdienst eröffnet von einem Zwiegespräch zwischen Pfarrer Hans-Otto von Danwitz und Pastoralreferent Wolfgang Weiser. Auf dem roten Sofa der Aktion Perspektivwechsel' sinnierten sie über den Beginn des Innovationsprozesses vor vier Jahren, dessen Grundprinzip und Fortgang. Ausgelöst durch die Notwendigkeit der Überarbeitung des Pastoralkonzepts war damals die Entscheidung gefallen, über praktische Experimente und Erfahrungen zu einem neuen Handeln der Kirche zu gelangen. Neue Perspektiven sollten helfen, aus altem Fahrwasser herauszukommen und Neues zu wagen. 

Friedensgruß ohne lange Arme 

Dass die aus den beiden Zukunftsforen erwachsenen Initiativen stolz auf das schon Erreichte blicken können, zeigten einige von ihnen eindrucksvoll in Beiträgen im Rahmen des Gottesdienstes. Sie gewährten so einen kleinen Einblick in ihre Ideen und ihr Tun. So wurde z.B. schon beim Betreten der Kirche jeder Teilnehmer von Mitgliedern der Zukunftsgruppe Willkommenskirche persönlich begrüßt. Die Innovationsgruppe Inklusive Kirche demonstrierte, wie zumindest an einigen Stellen der Feier besonders auf die Bedürfnisse von Seh- und Hörgeschädigten Menschen eingegangen werden kann. Für alle Anwesenden war es z.B. ein besonderes Erlebnis, sich mit Hilfe der Gebärdensprache den Friedensgruß nun über mehrere Bankreihen hinweg geben zu können. Auch die Übersetzung der zentralen Texte in Gebärdensprache war nicht nur für die Hörgeschädigten eine Hilfe, sondern weckte die Aufmerksamkeit aller für das wichtige Thema der Inklusion und die mögliche Vielfalt, Glauben miteinander zu teilen. 

Mut zu neuen Gewändern 

In seiner Ansprache wies Hans-Otto von Danwitz auf die Veränderungsnotwendigkeit von Kirche hin. Um einen neuen Bezug zu den Menschen herzustellen, seien neue Gewänder hilfreich, die den Glauben in unserer Zeit erfahrbar machen. Hier mache die Pfarre St. Lukas in ihrem Innovationsprozess schon vor Ort in Düren greifbar, was der Bistumsprozess im Großen erreichen wolle. Die vielen Experimente des Innovationsprozesses zeigten, dass es Mut brauche, um Neues zu entwickeln. Danwitz rief zu einer neuen Kultur im Umgang mit Fehlern in der Pfarre auf, die scheinbare Misserfolge beim Ausprobieren neuer Ideen ausdrücklich erlaube und sie als Chance zum Lernen begreife, aus dem heraus Entwicklung möglich sei. Ausdrücklich forderte er dazu auf, auch in den eher traditionellen Arbeitsfeldern der Pfarre innovativ und zugleich fehlerfreundlich zu handeln, um eine Entwicklung zu ermöglichen. 

Eine Überraschung gab es für die Kinder während der Kryptakatechese. Ihrem Motto getreu überraschte das Zukunftsprojekt Überraschungskirche sie mit einem Besuch des leibhaften Lukas, der sich ihnen eindrucksvoll vorstellte. Die Innovationsgruppe Lobpreis für alle nahm nach der Kommunionfeier die gesamte Festgemeinde in ihre Art der sonst im eher kleinen Kreis gehaltenen Danksagungsgebete hinein und gab so einen guten Einblick in die Atmosphäre ihres spirituellen Tuns. 

Dank für den Mut zur Veränderung 

Zum Ende des Gottesdienstes bedanke sich Wolfgang Weiser als Verantwortlicher für den Innovationsprozess bei allen Engagierten in den Zukunftsgruppen und bei der Steuerung des Prozesses. Er brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass in der Pfarre St. Lukas sich nicht nur immer mehr Ideen einer neuen Kirche zu Experimenten ermutigen lassen und Zukunftsprojekte auf den Weg machen, sondern sich auch das Prinzip der Fehlerfreundlichkeit durchsetzen möge. Auf den Mut zum Ausprobieren von Neuem sollte mit Dank und Anerkennung reagiert und Fehlversuche mit Respekt belohnt werden. Nur eine Kirche die sich immer neu verändere, in der die Menschen kreativ und mutig seien, sei es wert, Kirche von morgen zu sein. 

Interessante neue Projekte 

Das sich an die gottesdienstliche Feier anschließende Beisammensein bei Saft, Wein und kleinem Gebäck nutzten sehr viele Pfarrmitglieder, um sich bei den Zukunftsgruppen über deren Arbeit zu informieren. So konnte z.B. in die Wohnzimmer-Atmosphäre der Jugendkirche hineingeschnuppert und der Kaffee des neuen Jugendcafé Papst probiert werden. Auch die Präsentation des ganz neuen Projektes Emmaus-Dienst an der Grabes- und Auferstehungskirche wurde von vielen Interessenten neugierig umringt. 

Ein ausdrücklicher Dank gebührt dem Liturgieausschuss für seine Flexibilität bei der Vorbereitung des Gottesdienstes. Es war nicht leicht, die vielfältigen Beteiligungswünsche der Zukunftsgruppen zusammenzuführen. Das Ergebnis aber zeigte sich jedoch als ein sehr stimmiges und beeindruckendes Erlebnis.

Spirituelle Angebote heute

MAI

30

07:30

Hl. Messe

Karmel

09:00

Hl. Messe

St. Anna

11:00

Beisetzung

Friedhof Auswärts

17:00

Gedenkmesse für die Verstorbenen

Grabes- und Auferstehungskirche

Veranstaltungen in St. Lukas

Jun

4

18:00

fällt aus: Lesequelle - Worte, die uns zur Quelle werden.

Grabes- und Auferstehungskirche St. Cyriakus, Cyriakusstr. 8

Jun

5

16:00

Jun

7

19:00

fällt aus: Taizé-Gebet

Marienkirche, Hoeschplatz

Jun

9

19:30

Sitzung des GdG-Rates

als Videokonferenz

Jun

12

15:30

fällt aus: Führung durch die Grabes- und Auferstehungskirche

Grabes- und Auferstehungskirche St. Cyriakus, Cyriakusstr. 8

Jun

18