GdG-Rat erklärt Zukunftsorientierung zum obersten Entscheidungskriterium

Auf seiner Sitzung im November 2019 hat das pastorale Leitungsgremium unserer Pfarre über die grundsätzliche Ausrichtung allen kirchlichen Handelns beraten und die Zukunftsfähigkeit als vorrangiges oberstes Unterscheidungsmerkmal beschlossen. Der Innovationsgedanke soll die Planung und Umsetzung von Projekten des kirchlichen Lebens leiten und auch Kriterium für die Zuweisung von Personal und Finanzmitteln sein.

Mit seinem Beschluss fordert der GdG-Rat die Gremien und Gruppen der Pfarre auf, bei allen Überlegungen und Entscheidungen zu überprüfen, ob diese zum einen den Menschen und ihren Bedürfnissen gerecht werden und zum anderen die zukunftsorientierte Entwicklung der Kirche zum Ziel haben. 

Sehen, handeln und lernen als fehlerfreundliches Prinzip 

Die Steuergruppe des Innovationsprozesses hatte in der Sitzung Ende November zunächst ihren Bericht des bisherigen Zukunftsprozesses vorgelegt. Begleitet durch zwei kirchliche Organisationsberater und ausgelöst durch den ursprünglichen Auftrag zur Überarbeitung des Pastoralkonzeptes wurde in den letzten fünf Jahren eine neue methodische Vorgehensweise eingeübt, die die pastorale Entwicklung fördern sollte und dabei bewusst neue Anregungen einbinden wollte. Hierbei wurde zum einen bei den Zukunftsforen das Interesse der Menschen geweckt und sie wurden motiviert, sich zu vernetzen; ihre Ideen für neue Erscheinungsformen von Kirche bekamen den Freiraum, sich auszuprobieren. Zum anderen motivierte die Steuergruppe dazu, die klassische Schrittfolge der Projektplanung Sehen, urteilen, handeln“ zu verlassen. Sehen, handeln, lernen“ sollte neues Prinzip beim Ausprobieren der frischen Ansätze kirchlichen Handelns sein. So suchten die Zukunftsgruppen zunächst nach Praxisbeispielen, in denen ihre Idee schon woanders ausprobiert wurde. Anschließend stand an Stelle einer ausführlichen theoretischen Projektplanung das Ausprobieren im Fokus. Ziel war es hierbei, durch Erfahrungen und auch durch Fehler die Projektidee weiter zu entwickeln. So genannte Projekt-Prototypen gingen an den Start, nicht fertige, möglichst fehlerfreie Projektkonzepte. So konnten die Projekte lernen, sich frühzeitig zu korrigieren und weiterentwickeln. Zugleich unterstützte die Steuergruppe die Zukunftsgruppen bei Ihren Überlegungen zur Berücksichtigung des jeweiligen Nutzerinteresses. Alle Entwicklungen sollten sich weniger an den eigenen Bedürfnissen der Engagierten orientieren als vielmehr die Nutzer in den Fokus nehmen, die eventuell Interesse an dem entsprechenden neuen kirchlichen Angebot haben könnten. 

Neue Erscheinungsformen von Kirche  

Insgesamt zog die Steuergruppe des Innovationsprozesses eine positive Bilanz. Zum einen haben sich viele Zukunftsprojekte entwickelt, die inzwischen z.T. schon neue Angebote und Erscheinungsformen von Kirche etabliert haben, zum anderen gewinnt die Notwendigkeit zur Veränderung bei vielen Engagierten der Pfarre zunehmend an Bewusstsein. Auch sind die ersten Früchte der neuen Vorgehensweise Sehen, handeln, lernen“ erkennbar; die Verantwortlichen des Zukunftsprozesses halten dies jedoch insgesamt noch für zu wenig. Viele Gruppen und Gremien benötigen noch mehr Mut, neue Experimente zuzulassen und dafür auf zu Ende gedachte Konzepte als Entscheidungsgrundlage zu verzichten. 

Entwicklung zukunftsfähiger Kirche geht weiter 

Die Steuergruppe des Innovationsprozesses empfahl dem GdG-Rat, diese in den letzten fünf Jahren erprobte Vorgehensweise weiter zu praktizieren und sogar noch deutlich zu verstärken. Zugleich solle die Zukunftsorientierung zum Grundprinzip für alles kirchliche Handeln gemacht werden. Nach eingehender Diskussion folgte der GdG-Rat diesem Vorschlag einstimmig. Auf seiner nächsten Sitzung im Januar will er anhand der pastoralen Leitlinien festlegen, an welchen unterscheidenden Kriterien genau die Zukunftsorientierung von Projekten und Vorhaben ablesbar sein soll. Auch wenn die Steuergruppe mit ihrem Bericht ihre langjährige Arbeit nun beendet hat, wird durch diesen Innovationsbeschluss des GdG-Rates ein Fortgang der zukunftsgerichteten Kirchenentwicklung sichergestellt. Die bestehenden Projekte bestehen natürlich weiter; auch Menschen mit neuen Ideen dürfen selbstverständlich starten und finden entsprechende Begleitung.

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Grabes- und Auferstehungskirche St. Cyriakus, Cyriakusstr. 8