MIT LEIB UND SEELE

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Das Fest Mariä Himmelfahrt nimmt uns ganz und gar in die Gemeinschaft mit Gott.

Das Dogma zum Fest der Aufnahme Mariens besagt, dass Maria mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde. Das ist eine wunderbare Glaubenswahrheit. Da soll noch mal jemand sagen, die Kirche sei leibfeindlich. Alles, was unser Leben ausmacht – Denken, Fühlen, Sprechen, Handeln – hat mit Gott und dem Himmel zu tun. Liebe und Sexualität genauso wie das leibliche und seelische Wohl von Kranken, von Leidenden – Flüchtlingen, Hungernden, Kriegsopfern … -: Es gibt nichts, was außen vor bleibt im Glauben. Wir dürfen auf einen Himmel hoffen, der uns verheißen ist nicht nur als schöner Gedanke, sondern als eine Wirklichkeit, die wir mit Leib und Seele erfahren werden, auch wenn es all unsere Phantasie übersteigt. Und wir sind berufen, mit Leib und Seele dem Himmel hier schon auf die Spur zu kommen, besonders in Momenten, wo wir das Gefühl von “Himmel auf Erden” haben. All jenen, die eher Hölle als Himmel auf Erden erleben, sind wir verpflichtet, das, was wir feiern zu bezeugen und für eine Veränderung von Unrecht und Gewalt einzutreten.

Die Kräuterweihe ist ein schönes Zeichen, dass der Himmel etwas mit der Erde, mit dem irdischen Heil zu tun hat. Wenn im Muttergotteshäuschen am 15. August nach dem Gottesdienst Kräuterschnaps und Kräuterbrot angeboten werden, möge das ein Vorgeschmack auf den Himmel sein.

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