Wenn ich schwach bin, bin ich stark.

Bild: Hubertus Bock, Kreuzweg ins Licht pfarrbriefservice.de

Dieses scheinbar verrückte Wort formuliert Paulus in der Sonntagslesung (2 Kor 12, 7-10). Paulus selbst hat immer wieder die Begrenztheit an Leib und Seele, im Leben und Glauben erfahren. Aber er ist daran nicht verzweifelt, er hat deshalb nicht aufgegeben, sondern im Gegenteil: Er sieht in der eigenen menschlichen Schwachheit den Ansatz, dass Gott darin seine Größe, seine Macht verwirklichen kann. Dies ist eine wunderbare Haltung. Sie hat etwas Befreiendes, wenn ich nicht immer der Große, der Starke, der Tolle sein muss, sondern wenn ich meine Begrenztheit im Gebet Gott hinhalten kann, dass er darin seine Stärke, seine göttliche Macht erweist. Mit dieser Haltung kann ich zuversichtlich in einen neuen Tag, in eine neue Woche starten. Mit dieser Haltung darf ich vertrauensvoll einen Tag, eine Woche, ja mein Leben abschließen, weil Gott aus allem Großes macht.

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