Fronleichnam

Bild: davideucaristia pxabay pfarrbriefservice.de

Von diesem Namen auf ein frohes Fest zu schließen, ist nicht einfach. Das Wort FRONLEICHNAM ist von zwei mittelhochdeutschen Worten FRON = Herr und LICHNAM = Leib hergeleitet, also LEIB DES HERRN. Darum geht es an diesem Fest, um den Leib des Herrn, den wir in jeder heiligen Messe empfangen, der an diesem Fest Fronleichnam durch die Straßen getragen wird als Zeugnis des Glaubens. Das Frohmachende, von dem wir Zeugnis geben, ist die Gegenwart des Herrn, die Präsenz Jesu in diesem Zeichen des Brotes, wie er es uns beim letzten Abendmahl geschenkt hat. Gerade im Kleinen, gerade in den kleinen Zeichen der Hoffnung ihn zu erkennen, dazu lädt der Blick auf das Allerheiligste in der Monstranz ein. Jesus ermutigt, an das kleine Senfkorn Hoffnung zu glauben, das ausgesät wird, zu einem großen Baum wird und Früchte trägt. Jesus ermutigt, den Blick gerade auf die Kleinen und Schwachen in der Gesellschaft und der Einen Welt zu richten, weil er sich selbst klein und schwach gemacht hat: von seiner Geburt im Stall von Betlehem über seinen Tod am Kreuz bis zum kleinen Stück Brot in der heiligen Messe. Er ermutigt, auch das noch so Kleine einzubringen, damit Gott darauf Großes wirken kann.

In allen Schwächen von Krankheit und Not, von Krieg und Verzweiflung, von Leid und Tod, wird das kleine Stück Brot an Fronleichnam zum Zeichen der Hoffnung.

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