“Jugend in Corona”

Bild: Anette Zander

Ausstellung in der Annakirche vom 1. bis 31. Mai 2023

Die Kinder und Jugendlichen sind immer wieder als Verlierer der Pandemie bezeichnet worden. Warum eigentlich? Dieser Frage geht die Fotokünstlerin Anette Zander in ihren Bildern nach. Sie hat zusammen mit sechs Jugendlichen Geschichten aus den Lockdowns erzählt. Das Leben der Jugendlichen fotografisch festgehalten.

Dabei hat sie gelernt: Die Maßnahmen der Pandemie hatten den Grundsatz „Wir müssen doch die Schwachen schützen“. Allerdings waren dabei immer wieder die „Schwachen“ gemeint, die besonders von der Krankheit gefährdet waren: Alte oder chronisch kranke Menschen zum Beispiel.

Erst nach und nach wurde der Öffentlichkeit bewusst: Auch Millionen Kinder und Jugendliche zählten zu den „Schwachen“. Sie haben in den anderthalb Jahren Pandemie viele Monate zuhause verbracht und waren auf sich selbst gestellt. Sie waren zu jung, um die aufkommenden Probleme des Homeschoolings alleine zu lösen. Stattdessen waren sie abhängig von den technischen Voraussetzungen Zuhause und vom Engagement und Einfallsreichtum ihrer Lehrerinnen und Lehrer.

Anette Zander ist selbst Lehrerin und dreifache Mutter. Sie hat sich bemüht, sowohl ihre Kinder als auch ihre Schüler nach Kräften zu unterstützen. Dabei musste sie beobachten, wie viele Jugendliche in der Pandemie abgehängt wurden und in der Einsamkeit große psychische Probleme bekamen.

Ihre Ausstellung möchte dazu anregen, diese Kinder und Jugendlichen nicht zu vergessen. Die Langzeitfolgen wahrzunehmen, die auch nach dem Auslaufen der Coronamaßnahmen noch in den Schulen und Familien zu spüren sind.

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