Innovationsprozess


  

Neues wagen: Keimzellen für eine neue Form von Kirche

Projektansätze wollen missionarisch sein

von Wolfgang Weiser, 31.03.2017

Beim zweiten Zukunftsforum unserer Pfarre Ende Januar haben sich die ersten neun Projektideen gefunden, die nun praktisch neue Formen von Kirche ausprobieren wollen. In der ersten Phase des Innovationsprozesses hatten zunächst Expeditionen erkundet, wie andernorts entsprechende Ansätze verfolgt werden. Die Zusammenschau der hier gewonnenen Eindrücke führte nun zu den Grundideen für die Projekte, die in den nächsten Monaten Wirklichkeit werden sollen. Den Projektideen ist die Begeisterung und Überzeugung gemeinsam, dass Kirche auch heute noch positiv missionarisch wirken und Menschen ansprechen kann. Beispiele aus der Citypastoral und von neuen Gottesdienstformen motivieren dazu, in vielleicht noch ungewohnter Weise auf Menschen zuzugehen.

Mit dem Ohr bei den Menschen
Offenheit für das, was Menschen heute bewegt oder bedrückt, und das ehrliche Angebot, darauf einzugehen und mit unserem Glauben zu verknüpfen, verbindet die Intention aller Projektansätze. Unabhängig davon, welche Adressaten besonders in den Blick genommen werden, geht es um den Auftrag der Kirche, für die Menschen da zu sein und mit Gott in Verbindung zu bringen. So blicken die Projekte zum einen auf Familien mit Kindern (Überraschungskirche), Jugendliche (Jugendcafé), auf die Besucher der Innenstadt (Willkommenskirche), Menschen auf der Durchreise (Kapelle Uehledömchen) und Notleidende (Kirchencafé Miteinander). Zum anderen werden die 'Zeitbewegten' angesprochen (Gottesdienste zur Zeit), Menschen mit Behinderung (Gottesdienst für ALLE) und alle, die sich nach einer innigen Gottbeziehung sehen und dies ausdrücken wollen (Oasentag / Worship).

Breit angelegter und offener Lernprozess
Die jetzt gestarteten Projekte sind nicht von 'oben' initiiert. Ganz bewusst haben sich die Verantwortlichen der Pfarre und die Leitungsgremien mit dem Neues-wagen-Prozess für ein breit angelegtes Lernen entschieden. Dem liegt die Erkenntnis zugrunde, dass wirkliche Erneuerung nicht verordnet werden und nicht von einzelnen Personen abhängig sein kann. Begeisterung und Überzeugung der Beteiligten sind notwendig, um Kraft und Motivation für wirklich neue Wege aufzubringen. Je weniger die Engagierten im Althergebrachten verhaftet sind, desto größer ist die Chance für tatsächlich Neues. Es ist Absicht, die Ideen neuer Ansätze kirchlichen Wirkens nicht zu reglementieren oder in langwierigen Planungsverfahren zu ersticken, sondern ihnen die Freiheit zum Experimentieren zu geben. Meist kann jede große Projektidee zunächst in kleinen Teilschritten oder 'Versuchsballons' ausprobiert werden, ohne dass dafür viele Ressourcen und Energie nötig ist. Schnell kann sich so herausstellen, ob die Idee wirklich so 'nutzerorientiert' wirkt, wie zunächst gedacht. Aus kleinen Experimenten ohne viel Aufwand lässt sich so kurzfristig lernen, was gelingen kann und ausbaufähig ist. Sicher werden durch die praktischen Versuche auch weitere Menschen angesprochen werden. Sobald deutlicher wird, wohin sich eine Projektidee konkret entwickelt, werden diese bereit sein, sich und ihre Möglichkeiten einzubringen. Denn alle Ansätze dieser neuen Form kirchlichen Wirkens können nur dann fruchten, wenn Menschen einen Sinn darin erkennen und sich dafür einsetzen. Mit den Möglichkeiten, die sie mitbringen, werden die Projekte wachsen.

Geduld und Freiheit
Was die Projekte nun zunächst brauchen, ist viel Freiheit und die Fähigkeit, weitere Unterstützerinnen und Unterstützer zu motivieren. Es wird sicher bis Anfang 2018 dauern, bis sich eine nachhaltige Wirkung der gewagten Projekte absehen lässt. Wenn Sie Interesse an einem der benannten Projekte haben, sich persönlich einbringen wollen oder andere Unterstützungsmöglichkeiten sehen, können Sie gerne jederzeit einsteigen. Stets aktuell berichten alle Projekte auf unserer Homepage über die nächsten Schritte. Vielleicht entdecken Sie irgendwann den für Sie richtigen Zeitpunkt, um Ihr Talent einzubringen.

 

Projektideen des zweiten Zukunftsforums

Beim Zukunftsforum haben sich folgende Projektideen entwickelt. Titel und Beschreibungen drücken nur die ersten Grundgedanken aus und werden sich im weiteren Verlauf sicherlich ändern. In den Projekten sind weitere Menschen herzlich willkommen, die die ersten Ideen durch ihre Gedanken, ihre Kompetenz oder ihre Tatkraft fördern wollen. Daher sind die ausführlichen Beschreibungen der Projektideen sowie die jeweils aktuellen Überlegungen hier zu finden.

Überraschungskirche (1)
'Kirche-Sein' für Eltern / Großeltern mit den Kindern.

Jugendcafé (2)
Bistro/Café von und für Jugendliche zentral in der Innenstadt.

Willkommenskirche (3)
Anlaufstelle für Menschen mit Informations- und Gesprächsbedarf.

Gottesdienste zur Zeit (4)
Was Menschen heute bewegt und sein Bezug zur biblischen Botschaft.

Gottesdienst für ALLE (5)
Kirchenraum- und Gottesdienstgestaltung für Menschen mit und ohne Behinderung.

Oasentag (6)
Spirituelle Auszeit, die anregt, Menschen mit ähnlichen Sehsüchten zu finden.

Worship / Lobpreis (7)
In modernen Liedern Gott gemeinsam preisen und anbeten.

'Autobahnkapelle' Uehledömchen (8)
Altehrwürdige Kapelle an der B264 / B56n als offener Ort der Verkündigung.

Multimedia-Infotafel (9)
Interaktiv Passanten zur kirchlich-geistlichen Entdeckungsreise einladen.

 

Kontakt zu den Verantwortlichen des Innovationsprozesses

Die Lenkungsgruppe des Innovationspozesses erreichen Sie über die Mailanschrift

innovationsprozess(at)st-lukas.org

  • Sie haben Fragen zur Arbeit Ihrer Projektgruppe?
  • Sie benötigen Unterstützung bei der Planung oder Durchführung Ihres Projektes?
  • Sie suchen den Kontakt zu einem bestimmten Projekt?
  • Sie möchten sich noch einem bestimmten Projekt anschließen?
  • Sie waren beim zweitem Zukunftsforum am 27./28.1.2017, möchten sich aber noch in den Zukunftsprozesse einbringen?
  • Sie habe allgemein Fragen zum Innovationsprozess in St. Lukas?

Gerne können Sie auch telefonisch Kontakt aufnehmen (W.Weiser 02421/3 88 98 92). Lieber ist uns aber eine E-Mail, weil dann eine evtl. Information der ganzen Lenkungsgruppe leichter ist.

Spirituelle Angebote heute

NOV

18

07:30

Hl. Messe

Karmel

08:00

Friedensgebet der KAB

St. Antonius

08:30

Laudes / Morgenlob

St. Anna

09:00

Trauergottesdienst Herbert Schunkert, 86 Jahre

St. Anna

09:30

Beichtgelegenheit

St. Anna

10:30

Trauerfeier mit Beisetzung Margarete Dick

Grabes- und Auferstehungskirche

15:30

Wortgottesfeier mit Kommunionausteilung

Haus St. Anna

17:00

Gedenkmesse für die Verstorbenen, die wir in der vergangenen Woche zu Grabe getragen haben: Klara Weber; Paul London, Gerard Medenbach, Margarete Dick, Johann Strack 16.30 Uhr Rosenkranzgebet

Grabes- und Auferstehungskirche

17:00

Hl. Messe im Begegnungshaus Friedensstraße 93

St. Bonifatius

17:30

Hl. Messe in der Klosterkapelle

St. Peter Julian

18:00

Hallengottesdienst mit Krankensalbung - Gebt um körperliche und seelische Heilung -

Krankenhaus Düren

18:00

Jugendgottesdienst

St. Marien

18:30

Hl. Messe zur ökumenischen Friedensdekade mit der Pax Christi Gruppe Düren

St. Josef

Veranstaltungen in St. Lukas

Nov

24

16:00

Überraschungskirche

Pastor-Schleiermacher-Haus, Cyriakusstr. 8, Düren-Niederau

Nov

25

17:00

Cäcilien- und Gründungsfest des Chores Gaudete

Bonifatius-Begegnungs-Haus, Friedenstr.

Nov

28

19:30

Gemeindeausschuss St. Marien

Marienkirche, Hoeschplatz

Dez

1

19:30

Dez

2

18:00

LUKAS MITTEndrin

Papst-Johannes-Haus, Annaplatz 9

Dez

4

Dez

9