Forbildungsangebot 'Verantwortung teilen' auch für freiwillig Tätige

Vom Bistum Aachen gibt es seit dem letzten Jahr ein spezielles Fortbildungsangebot für Menschen, die im kirchlichen Bereich verantwortlich tätig sind. Angesprochen sind hier sowohl hauptberuflich wie freiwillig Tätige. Der GdG-Rat-Vorstand hat im abgelaufenen Zyklus an einem der Kurse mit sehr hohem Gewinn teilgenommen und empfiehlt daher das Angebot wegen der hier gebotenen hohen Qualität.

Der Link verweist auf die entsprechende Seite des Bistums. Eine Anmeldung ist auch online über die Website möglich.

www.verantwortungteilen.de

Erfahrungsgemäß sind die Kurse schnell ausgebucht. Ich bitte Sie daher, sich bei Interesse direkt persönlich anzumelden. Bitte teilen Sie mir Ihre Teilnahme ebenfalls mit, um mir einen Überblick zu ermöglichen.

Für Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung!

Wolfgang Weiser

"Samuel, Samuel"

So hört der Junge im Tempel nachts seinen Namen rufen und er braucht die Hilfe des alten, erfahrenen Eli, um in der Stimme schließlich den Herrn zu erkennen. Samuel vernimmt seine Berufung und wird später ein anerkannter und wirkmächtiger Prophet (1 Samuel 3,1-21). Wenn wir heute den Begriff Berufung verwenden, denken wir zunächst an die sogenannten geistlichen Berufungen, die Verwirklichung des Glaubens in einer außergewöhnlichen Lebensform zum Priester oder zum Leben in einer Ordensgemeinschaft. Für mich ist Berufung aber nicht nur etwas für ganz besondere Menschen, sondern sie betrifft jeden von uns. Jeder Mensch ist gerufen, sein Leben zu gestalten. Jede und jeder hat Talente und Fähigkeiten, die ihn auszeichnen. Der erste Korintherbrief spricht von den Gaben des Geistes, die jeder und jedem geschenkt sind und wirken wollen (1 Korinther 12,1).  

Der Einsatz der eigenen Charismen für die Gemeinschaft wird traditionell als Dienst verstanden und es ist eine Ehre, sich uneigennützig zum Wohle aller einzubringen. Aber ist dieser Dienst nicht eine Pflicht oder sogar eine versteckte Arbeitsaufforderung mit dem Ziel, unentgeltlich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen? Natürlich lebt auch Kirche – wie jedes soziale Gemeinwesen - durch Menschen, die sich freiwillig engagieren. Aber warum gehen wir davon aus, dass dieses Engagement immer völlig selbstlos sein muss? Aus meiner Sicht ist es kein Widerspruch, wenn man sich hier selbst verwirklichen will. Ich möchte mein neu entdecktes Talent ausprobieren, mich weiter entwickeln und meine Kompetenzen üben. Meine neuen Ideen warten nicht darauf, dass sie jemand einfordert, sie wollen eingebracht werden.  

Für mich hat Selbstverwirklichung keinen egoistischen Beigeschmack. Ich lebe nicht als Mensch, nur um zu funktionieren. Ich bin von Gott berufen, Mensch zu sein, um das mir von Ihm Gegebene weiter zu entwickeln und zu verwirklichen. Nur so wird mein Leben sinnvoll, ich werde als Mensch wirk-lich. Meine Talente und Charismen wirken zu lassen, das ist meine Berufung – meine Berufung zum Mensch-Sein.  

Ich möchte Ihnen Lust darauf machen, sich - Ihr Mensch-Sein - zu verwirklichen!   Mit Blick auf unsere Gemeinden dürfen diese vielfältigen Berufungen zum Mensch-Sein gerne breite Auswirkung haben. Ich sehe die Zukunft unserer Kirche vor allem darin, dass sie sich verändert. Wir brauchen frischen Wind, neue Ideen und vor allem eine andere Art von Engagement. So wie sich auch die Gesellschaftsstrukturen verändern, entwickelt sich die Form der Kirche weiter. Die Gläubigen sind von treuen Schäfchen zu emanzipierten Verantwortungsträgerinnen und -trägern geworden. Es geht der Geist eines neuen Aufbruchs um. Andere Wege wollen beschritten und neue Ideen ausprobiert werden. Die Zukunft der Kirche ist dynamisch, lebendig…   Haben auch Sie Lust auf Wagnis und Aufbruch, auf neue Ideen? Lassen Sie uns gemeinsam ideenreich Kirche gestalten!  

Wolfgang Weiser, Pastoralreferent

Ehrenamt verändert sich

Das freiwillige Engagement verändert sich. Menschen haben heute andere Erwartungen an ihr Engagement und an die Organisation, die sie mit ihrem Tun unterstützen. Auch die Gründe, warum sich jemand engagiert, sind vielfältiger geworden. Unser Fest bildet den Auftakt, uns intensiver um das freiwillige Engagement in St. Lukas zu bemühen. Wir sehen es als Zukunftsaufgabe an, eine Organisation und Kultur des freiwilligen Engagements in der Kirche zu entwickeln, die sie sich auf die Anforderungen von freiwillig Engagierten von heute einstellt. Stefan Uerschelen

Eindrücke vom Danke - Abend 2015